Deutsche Tageszeitung - Vorfall in Fairford: USA und Verbündete verurteilen "gewaltsame Angriffe" des Iran

Vorfall in Fairford: USA und Verbündete verurteilen "gewaltsame Angriffe" des Iran


Vorfall in Fairford: USA und Verbündete verurteilen "gewaltsame Angriffe" des Iran
Vorfall in Fairford: USA und Verbündete verurteilen "gewaltsame Angriffe" des Iran / Foto: © AFP

Nach dem Zwischenfall auf einem britischen Luftwaffenstützpunkt Ende September haben die USA und ihre Verbündeten, darunter auch Deutschland, "auf das Schärfste Irans Einsatz gewaltsamer Angriffe" verurteilt. Dabei gehe es um "Taten tödlicher Anschlagsplanung, Brandstiftung, Sabotage, Cyberangriffe und andere hybride Aktivitäten gegen uns und unsere Partner", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung, die am Montag vom US-Außenministerium veröffentlicht wurde.

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"Jeder Versuch des Iran, Menschen in unseren Hoheitsgebieten durch Stellvertreter oder auf irgendeine andere Weise zu bedrohen, zum Schweigen zu bringen, einzuschüchtern, zu belästigen, zu verletzen oder zu erpressen, ist inakzeptabel", hieß es weiter. Zu den 29 Unterzeichnern gehören auch Großbritannien, Australien, Kanada und Frankreich.

Zuvor hatte der britische Premierminister Andy Burnham es "fast sicher" genannt, dass die iranischen Revolutionsgarden hinter den verdächtigen Aktivitäten an einem auch von den USA genutzten britischen Militärstützpunkt in Fairford im Südwesten Englands stehen.

Der Iran wies die Vorwürfe am Montag erneut "kategorisch" zurück. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete, der iranische Botschafter in London, Ali Moussavi, habe die britische Regierung aufgefordert, Beweise für eine Beteiligung des Iran vorzulegen. Das britische Außenministerium hatte zuvor mitgeteilt, den Botschafter einbestellt zu haben.

Die britische Polizei war Ende September zu dem Stützpunkt der Royal Air Force in Fairford gerufen worden, der auch von der US-Armee für den Krieg gegen den Iran genutzt wurde - mittlerweile haben die USA alle B-1-Bomber abgezogen. Die Polizei entdeckte an dem Stützpunkt drei weiße Lieferwagen und nahm insgesamt sieben Verdächtige fest, die aber alle wieder freigelassen wurden. Unter ihnen war auch ein britisch-iranischer Doppelstaatler.

Die beschlagnahmten Fahrzeuge wurden nach Polizeiangaben umfassend untersucht. Spuren von Sprengstoff wurden nicht gefunden.

(W.Budayev--DTZ)

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