Deutsche Tageszeitung - Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt

Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt


Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt
Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt / Foto: © AFP

Nach einem Brand in einer Anlage des Satelliten-Kommunikationssystems Starlink in Polen hat Regierungschef Donald Tusk die Festnahme von zwei Verdächtigen in Deutschland bekanntgegeben. Die deutsche Polizei habe die beiden türkischen Staatsbürger im Auftrag der polnischen Behörden festgenommen, erklärte Tusk am Montag im Onlinedienst X. Sie stehen demnach im Verdacht, die Starlink-Station in der zentralpolnischen Region Masowien in Brand gesetzt zu haben. Tusk sprach von einem "weiteren Akt hybrider Kriegsführung".

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Die Station im Besitz des staatlichen Telekommunikationsunternehmens Exatel war Ende September angezündet, durch den Brand aber nicht zerstört worden. Sie wird nach Angaben der polnischen Behörden unter anderem dazu genutzt, Internetdaten durch Polen und auch in die Ukraine zu leiten. Sie wird auch von SpaceX-Systemen genutzt, die über Starlink-Terminals eine Internetverbindung bereitstellen. Starlink wird vom Raumfahrtunternehmen SpaceX des US-Tech-Multimilliardärs Elon Musk betrieben und spielt für die Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte eine wichtige Rolle.

Der polnische Digitalminister Krzysztof Gawkowski sagte am Tag nach dem Feuer: "Diese Sabotage war absichtlich so konzipiert, um die Station außer Betrieb zu setzen." Durch das Feuer sei "der Internetzugang für verschiedene Institutionen gestört worden, einschließlich der ukrainischen Armee".

Das Nato- und EU-Mitglied Polen hat Russland seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 schon mehrfach "Sabotage" vorgeworfen. Polen ist der wichtigste Umschlagplatz für westliche militärische und humanitäre Hilfe für die Ukraine.

Tusk hatte im September vor hybriden Angriffen Russlands mit Drohnen oder sogar Raketen auf Verbündete der Ukraine gewarnt. "Der russische Plan" umfasse nach Geheimdienstinformationen "hybride Angriffe" auf Länder, welche die von Russland angegriffene Ukraine unterstützen, sagte Tusk vor dem Parlament in Warschau. Dies betreffe auch Polen.

(P.Hansen--DTZ)

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