Deutsche Tageszeitung - Trump fordert US-Botschafterin in Griechenland zum Rückzug auf

Trump fordert US-Botschafterin in Griechenland zum Rückzug auf


Trump fordert US-Botschafterin in Griechenland zum Rückzug auf
Trump fordert US-Botschafterin in Griechenland zum Rückzug auf / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Nach mehreren peinlichen Enthüllungen über die US-Botschafterin in Griechenland ist Kimberly Guilfoyle von Präsident Donald Trump zum Rückzug aufgefordert worden. "Wir haben Botschafterin Guilfoyle gebeten, zurückzutreten", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, am Dienstag. "Sie war eine wunderbare Bereicherung für das Team, und wir wünschen ihr alles Gute." Guilfoyle war einst mit Trumps ältestem Sohn, Donald Jr., verlobt gewesen.

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Zunächst war unklar, ob Guilfoyle der Rücktrittsaufforderung nachkam. Trump hatte bereits am Montag angedeutet, Guilfoyle womöglich zum Rückzug aufzufordern. "Wir sehen uns das an", sagte er Journalisten auf die Frage nach ihrer beruflichen Zukunft. "Wir sind nicht glücklich."

In den vergangenen Tagen hatte das "Wall Street Journal" mehrere Artikel veröffentlicht, die äußerst unangenehm für Guilfoyle waren. Der Zeitung zufolge soll sie Eric Deters, einen einflussreichen Unterstützer von Trump, gebeten haben, persönliche Schulden in Höhe von 100.000 Dollar (89.000 Euro) auf ihrem Kreditkartenkonto zu tilgen.

Die Berichte wurden veröffentlicht, während sich US-Außenminister Marco Rubio auf Europa-Reise befand und dabei auch Athen besuchte. Deters lehnte eine Zahlung demnach ab. Guilfoyles Anwalt bestritt die Echtheit der von der Zeitung veröffentlichten Textnachrichten und wies jegliches Fehlverhalten zurück.

Am Samstag berichtete das "Wall Street Journal" dann von Audioaufnahmen von Gesprächen, in denen die Botschafterin von luxuriösen Reisen erzählt, die von reichen griechischen Geschäftsleuten bezahlt wurden. Laut der Zeitung beschwerte sich Guilfoyle in einer anderen Tonaufnahme - unter Verwendung von Schimpfwörtern - darüber, dass sie nicht zu einem Abendessen am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos im vergangenen Januar eingeladen war.

Die ehemalige Fox-News-Moderatorin Guilfoyle gilt als überzeugte Anhängerin von Trumps Maga-Bewegung (Make America Great Again, Macht Amerika wieder großartig). Sie war früher mit dem heutigen Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien, Gavin Newsom, verheiratet, der als möglicher Präsidentschaftskandidat der oppositionellen Demokraten gilt.

Für Zacharia war die Unterrichtung der Medienvertreter am Montag ihr erster offizieller Termin als Sprecherin des Weißen Hauses. Trump hatte sie Ende vergangener Woche für den Posten ernannt - anderthalb Monate nach dem Ausscheiden seiner Sprecherin Karoline Leavitt. Zacharia war zuvor Kommunikationsberaterin bei Trumps Medienunternehmen Trump Media and Technology Group, das seinen Onlinedienst Truth Social betreibt.

Zacharia tritt regelmäßig als Kommentatorin bei konservativen Fernsehsendern wie Fox News und Newsmax auf. Zacharias prominente Vorgängerin Leavitt war Ende August aus dem Amt geschieden. Sie hatte dies damit begründet, dass sie sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes mehr auf die Familie konzentrieren wolle. Ab dem 1. November wird die 29-Jährige als Kommentatorin für den Sender Fox News tätig sein.

(M.Dorokhin--DTZ)

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