Deutsche Tageszeitung - Mehrheit der US-Bürger spricht sich gegen Liveübertragung einer Hinrichtung aus

Mehrheit der US-Bürger spricht sich gegen Liveübertragung einer Hinrichtung aus


Mehrheit der US-Bürger spricht sich gegen Liveübertragung einer Hinrichtung aus
Mehrheit der US-Bürger spricht sich gegen Liveübertragung einer Hinrichtung aus / Foto: © AFP

Eine Mehrheit der US-Bürger lehnt die geplante Liveübertragung der Hinrichtung des verurteilten Attentäters Nidal Hasan ab. Das Vorhaben stößt bei 91 Prozent der befragten Anhänger der Demokratischen Partei und 64 Prozent der Anhänger der Republikaner auf Ablehnung, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Ipsos-Umfrage für die "Washington Post" und den Sender ABC News hervorgeht. Lediglich unter den männlichen Anhängern des Maga-Lagers von US-Präsident Donald Trump sprach sich mehr als die Hälfte (57 Prozent) für die Übertragung aus.

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Hasan war 2013 zum Tode verurteilt worden, weil er auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas 13 Menschen erschossen und rund 30 weitere verletzt hatte. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte angekündigt, die Hinrichtung am 3. Dezember live übertragen zu lassen, um ein Exempel zu statuieren. Der 56-jährige Hasan wäre der erste Mensch seit 1945, der durch ein Erschießungskommando des US-Militärs hingerichtet wird.

Die Ankündigung der Liveübertragung löste vielfach Empörung aus. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump, einem vehementen Verfechter der Todesstrafe, ist noch keine abschließende Entscheidung dazu getroffen worden. Sein Vizepräsident JD Vance sagte, er werde sich die Hinrichtung nicht anschauen, sollte sie live übertragen werden.

Die Umfrage des Ipsos-Instituts wurde vom 9. bis 13. Oktober unter 2545 erwachsenen US-Bürgern erstellt und weist eine mögliche Fehlermarge von 2 Punkten auf.

(V.Sørensen--DTZ)

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