Deutsche Tageszeitung - Netanjahu: Bedrohung durch Iran kann nur durch Regierungssturz beseitigt werden

Netanjahu: Bedrohung durch Iran kann nur durch Regierungssturz beseitigt werden


Netanjahu: Bedrohung durch Iran kann nur durch Regierungssturz beseitigt werden
Netanjahu: Bedrohung durch Iran kann nur durch Regierungssturz beseitigt werden / Foto: © AFP

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat im Wahlkampfendspurt seine Forderung nach einem Sturz der iranischen Regierung bekräftigt. "Es gibt nur einen Weg, diese Bedrohung ein für alle Mal zu beseitigen: indem das iranische Regime gestürzt wird", sagte Netanjahu am Mittwoch bei einer Wahlkampfveranstaltung in der südisraelischen Stadt Dimona. Er habe der Armee, dem Geheimdienst Mossad und weiteren Sicherheitsbehörden eine entsprechende Anweisung erteilt. Netanjahu ließ offen, wann und wie diese Anordnung umgesetzt werden soll.

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In Israel wird am kommenden Dienstag ein neues Parlament und damit der künftige Regierungschef gewählt. Netanjahu kandidiert erneut für das Amt, steht allerdings unter anderem wegen des Iran-Kriegs massiv unter Druck. Zudem gibt es Vorwürfe, dass er vor dem Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 von den Vereinigten Arabischen Emiraten gewarnt worden sei - und nichts unternommen habe. Netanjahu weist die entsprechenden Berichte als "absolute Lüge" zurück.

Der Chef der Vereinigten Arabischen Liste Raam, Mansur Abbas, warnte am Mittwoch vor den Folgen einer Wiederwahl Netanjahus. Sollten der langjährige Regierungschef und seine rechtsextremen Verbündeten erneut an die Macht kommen, "wäre das in erster Linie eine Katastrophe für den Staat Israel", sagte Abbas, dessen Partei eine entscheidende Rolle bei der Regierungsbildung spielen könnte, der Nachrichtenagentur AFP. Die Folgen für die arabische Gemeinschaft wären "äußerst schwerwiegend".

Abbas warnte davor, dass der Abriss von Häusern palästinensischer Bewohner verstärkt und der Siedlungsbau ausgeweitet werden könnte. "Sie betrachten die arabischen Bürger als Feinde", sagte er über die amtierende Regierung.

Den Umfragen zufolge wird keine Partei auch nur annähernd die für eine Mehrheit in der Knesset erforderlichen Stimmen auf sich vereinen. Die Vereinigte Arabische Liste, die laut Abbas auf acht Mandate hofft, könnte zur Königsmacherin werden. Eine Allianz mit Netanjahus Partei Likud schließt Abbas aus. Raam werde sich nur einem "Block des Wandels" anschließen, betonte er.

(W.Novokshonov--DTZ)

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