Deutsche Tageszeitung - Rodel-WM: Vierfachsieg für deutsche Frauen - Loch und Co. verpassen Sprint-Podest

Rodel-WM: Vierfachsieg für deutsche Frauen - Loch und Co. verpassen Sprint-Podest


Rodel-WM: Vierfachsieg für deutsche Frauen - Loch und Co. verpassen Sprint-Podest
Rodel-WM: Vierfachsieg für deutsche Frauen - Loch und Co. verpassen Sprint-Podest / Foto: ©

Vierfachsieg für die Frauen, Triumph auch im Doppel - aber große Enttäuschung bei Felix Loch und Co.: Der Auftakt der Rodel-WM am Königssee hat überraschende Ergebnisse in den Sprint-Wettbewerben gebracht. Die Männer um Loch verpassten das Podest, der Dominator des bisherigen Winters musste sich am Freitag auf seiner Heimbahn mit Rang vier begnügen.

Textgröße ändern:

Die Frauen dagegen waren auf die verkürzte Distanz in nur einem Lauf ohne Konkurrenz. Julia Taubitz gewann erstmals die Sprint-WM, es folgten Anna Berreiter, Dajana Eitberger - und überraschend nur als Vierte Natalie Geisenberger. Die Olympiasiegerin war in der ersten Saison nach ihrer Babypause bislang stärkste Rodlerin, blieb nun aber ohne Medaille.

Das galt auf der Heimbahn auch für Felix Loch. Der in den vergangenen Monaten wiedererstarkte Rekordweltmeister musste sich zum Auftakt erstmal geschlagen geben: Die österreichischen Brüder Nico und David Gleirscher holten Gold und Bronze, dazwischen landete der Russe Semen Pawlitschenko.

"Ich hatte oben einen riesigen Fahrfehler, der sich runterzog und unten dann richtig auswirkte", sagte Loch, "da hatte ich kurz Angst, dass mir der Schlitten nach oben geht und in die Bretter greift. Ich bin froh, dass ich heil unten angekommen bin."

Bei den Doppelsitzern sind Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) dagegen schon zum dritten Mal Sprint-Weltmeister. Ausgerechnet die Bayern, die in der bisherigen Saison kaum in Schwung kamen, gewannen vor den lettischen Brüdern Andris und Juris Sics und ihren Dauerrivalen Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) aus Thüringen.

Die Titelkämpfe im Berchtesgadener Land bringen die fünfte Austragung des Sprints auf WM-Niveau, für Loch bleibt es bei nur einem Triumph in dieser nicht-olympischen Disziplin: 2016 hatte er bei der Premiere gewonnen, die ebenfalls am Königssee stattfand.

In diesem noch recht neuen Wettbewerb fällt die Entscheidung nicht wie üblich in zwei, sondern in nur einem Lauf. Die Zeitmessung beginnt mit fliegendem Start etwa 100 Meter nach der Startrampe. Am Wochenende stehen nun die klassischen Rennen der Doppelsitzer, Männer (jeweils Samstag) und Frauen (Sonntag) an.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Krieg im Nahen Osten: Diamond League verschiebt Start in Katar

Der Auftakt der Diamond-League-Saison in Katar ist wegen der unsicheren Lage im Nahen Osten verschoben worden. Das Meeting der weltbesten Leichtathleten in Doha soll statt am 8. Mai erst am 19. Juni stattfinden - sofern es "die Lage zulässt", wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten. Wegen der dann erwarteten Hitze wurde das Event zudem in das Khalifa International Stadium verlegt, dort lassen sich die Temperaturen regulieren.

"Du musst ihn mitnehmen": Rufe nach Neuer-Comeback werden lauter

Nach seinem Gala-Auftritt in der Champions League mehren sich die Rufe nach einem DFB-Comeback von Torhüter Manuel Neuer bei der Fußball-WM. "Es müssen die besten Spieler zur WM, und Manu ist mit Abstand der beste Torhüter der Welt", sagte Neuers früherer Teamkollege und Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes dem Nachrichtenportal t-online: Es sei eine Entscheidung des Profis von Bayern München, "die er selbst getroffen und Nachfragen klar dementiert hat, aber aus meiner Sicht musst du ihn mitnehmen".

KSC und Eichner trennen sich im Sommer

Es hatte sich angedeutet, nun ist es offiziell: Fußball-Zweitligist Karlsruher SC und Trainer Christian Eichner gehen im Sommer getrennte Wege. Das bestätigte der KSC am Mittwoch. Die Entscheidung sei nach "mehreren intensiven Gesprächen, die in den vergangenen Wochen und Tagen stattgefunden haben", erfolgt.

Neuer-Zukunft: "Haben alle Zeit der Welt"

Nach der dritten Frage zu einer möglichen WM-Teilnahme hielt es Manuel Neuer nicht mehr aus. "Wir brauchen das Thema gar nicht aufmachen. Wo haben wir denn gespielt heute?", sagte der Torhüter des FC Bayern nach seiner überragenden Leistung beim 2:1 (1:0) im Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Real Madrid. "Wir reden jetzt nicht über die Nationalmannschaft", betonte er, "ich habe meine Sachen gesagt und konzentriere mich jetzt auf den FC Bayern."

Textgröße ändern: