Deutsche Tageszeitung - Eberl: "Befremdlicher" Keller-Eklat passt ins DFB-Bild

Eberl: "Befremdlicher" Keller-Eklat passt ins DFB-Bild


Eberl: "Befremdlicher" Keller-Eklat passt ins DFB-Bild
Eberl: "Befremdlicher" Keller-Eklat passt ins DFB-Bild / Foto: ©

Sportdirektor Max Eberl von Bundesligist Borussia Mönchengladbach übt angesichts des jüngsten Eklats um Präsident Fritz Keller scharfe Kritik am DFB. "Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass so etwas nicht geht. Für mich war das sehr befremdlich. Aber es passt leider ins Bild, das der Deutsche Fußball-Bund seit einiger Zeit abgibt", sagte Eberl der Welt am Sonntag.

Textgröße ändern:

Der 47-Jährige würde einen personellen Umbruch an der Verbandsspitze begrüßen. Er wünsche sich "endlich mal Ruhe" sowie, "dass wir ein unbeflecktes Bild und Leute beim DFB hätten, die anpacken und die für Authentizität, Geradlinigkeit und Verlässlichkeit stehen, die frohen Mutes und positiv sind. Momentan können wir keinen Schritt nach vorn gehen, sondern nur nach links oder rechts, weil wir mit Makeln behaftet sind".

Kellers Rücktritt wollte Eberl allerdings nicht direkt fordern. "Es steht mir nicht zu, das abschließend zu beurteilen", sagte er. "Ich schätze Fritz Keller sehr – und ich bin auch einer, der sagt, dass Fehltritte passieren können. Doch es gibt irgendwann auch den Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht und an dem man sich eben genau diese Frage stellen muss, ob jemand, der sich so äußert, noch tragbar ist als Präsident des DFB", führte er aus.

Zugleich richtete Eberl den Fokus auf Kellers interne Widersacher, ohne Vize Rainer Koch, Generalsekretär Friedrich Curtius oder Schatzmeister Stephan Osnabrügge namentlich zu nennen. "Man muss auch die Frage stellen, wie es überhaupt so weit kommen kann, dass so etwas innerhalb der Führungsriege des DFB passiert", sagte er über Kellers Nazi-Vergleich in Richtung Koch.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Weltrekordler Liebmann: "Weiß noch nicht, was in mir vorgeht"

Nach seinem Weltrekord musste Johannes Liebmann erstmal seine Gefühle sortieren. "Was in mir vorgeht, weiß ich selber noch nicht genau. Es ist auf jeden Fall viel", sagte der neue deutsche Schwimmstar nach seinem sensationellen Goldrennen bei der EM in Paris, "ich muss jetzt auch erstmal gucken, dass ich heute Nacht wieder schlafen kann. Morgen geht es ja weiter."

DBB-Kapitänin Gülich nach Comeback: "War ziemlich aufgeregt"

Marie Gülich formte mit ihren Händen ein Herz in Richtung Publikum, dann atmete die Kapitänin der deutschen Basketball-Nationalmannschaft einmal tief durch. "Mein Körper fühlt sich echt gut an. Manchmal hört man zu doll rein. Es hat gut funktioniert heute", sagte die 32-Jährige bei MagentaTV. Ein Jahr nach ihrem Kreuzbandriss hatte Gülich beim 60:65 (27:29) gegen Spanien endlich ihr Comeback gegeben - und war erleichtert.

Kieferschmerzen vom Schreien: Goldjunge Weber mit Kampfansage

Julian Weber rieb sich das Kinn. "Mein Kiefer tut echt weh, ich habe so viel rumgeschrien", sagte Europas Speerwurf-König nach seinem Wahnsinns-Wurf zu Gold. Erst im letzten Versuch machte der Mainzer seinen zweiten großen Titel der Karriere klar und konterte den aufmüpfigen Youngster Nick Thumm aus. "Das war schon mit das geilste Feeling, das ich bisher so hatte", sagte Weber über seinen Meisterschaftsrekord von 90,40 Metern: "Da war so viel Adrenalin in diesem Moment."

Werth gewinnt Bronze in der Kür - Fry mit dem Double

Versöhnlicher WM-Abschluss für Isabell Werth: Die deutsche Rekord-Olympiasiegerin hat die Weltmeisterschaften in Aachen mit der Bronzemedaille in der Kür abgeschlossen. In der letzten Dressurprüfung der Wettkämpfe ritt die erfolgreichste Reiterin der Geschichte unter Flutlicht als allerletzte Starterin mit ihrem Olympiapferd Wendy zu 88,650 Prozent und gewann die 14. WM-Medaille ihrer Karriere. Gold holte sich Titelverteidigerin Lottie Fry aus Großbritannien vor der Dänin Cathrine Laudrup-Dufour.

Textgröße ändern: