Deutsche Tageszeitung - Belgien verhilft zum Happy End: Dänemark steht im Achtelfinale

Belgien verhilft zum Happy End: Dänemark steht im Achtelfinale


Belgien verhilft zum Happy End: Dänemark steht im Achtelfinale
Belgien verhilft zum Happy End: Dänemark steht im Achtelfinale / Foto: ©

Unfassbares Happy End dank belgischer Schützenhilfe: Auch ohne seinen Anführer Christian Eriksen hat Dänemark bei der EM direkt das Achtelfinale erreicht. Der leidenschaftlich stürmende Europameister von 1992 besiegte Russland mit 4:1 (1:0). Weil zeitgleich Belgien 2:0 gegen Finnland gewann, kletterten die Skandinavier dadurch sogar noch auf Rang zwei in der Gruppe B. Russland ist ausgeschieden.

Textgröße ändern:

Kasper Damsgaard brachte mit seinem Treffer (38.) nach zähem Beginn den Parken in Kopenhagen, wo 25.000 Fans zugelassen waren, erstmals zum Beben. Yussuf Poulsen sorgte nach einem fürchterlichen Missverständnis in der russischen Abwehr für den zweiten Jubelorkan (59.). Den Stimmungsdämpfer durch einen umstrittenen Foulelfmeter von Artjom Dsjuba (70.) machten die Kunde von den Toren der Belgier und die Treffer von Andreas Christensen (79.) und Joakim Mähle (82.) wett.

Eriksen war nicht im Stadion, aber doch allgegenwärtig. Wieder wurde das überdimensonale Trikot mit seiner "10" auf den Rasen getragen wie beim zweiten Gruppenspiel im Parken gegen Belgien (1:2). Wieder sangen die Zuschauer vor dem Einlauf der Mannschaften voller Inbrunst "You’ll never walk alone". Wieder gab es also Gänsehaut-Momente, wenn auch nicht so extrem wie wenige Tage zuvor.

Russland war in der bequemen Lage, in Ruhe abwarten zu können und auf Konter zu lauern. Tatsächlich fehlte nicht viel, und die Gäste wären in Führung gegangen. Alexander Golowin setzte nach einem Ballverlust der Dänen zu einem Solo an, schlug jedoch einen Haken zu viel, brachte sich dadurch in eine viel schlechtere Position und scheiterte mit seinem Schuss an Torhüter Kasper Schmeichel (17.). Überfälle dieser Art waren keine Seltenheit.

Defensiv standen die Russen ausgesprochen sicher, die Dänen kamen kaum zu vielversprechenden Kombinationen im Spielaufbau. Trainer Kasper Hjulmand reagierte deshalb nach gut 20 Minuten: Er stellte um von einer Vierer- auf eine Dreier-Abwehr und schob Andreas Christensen vor ins Mittelfeld, um dort Überzahl zu schaffen. Beste Chance war ein Fernschuss von Pierre Emile Höjbjerg (28.).

Nach einer halben Stunde war mehr als offensichtlich, wie sehr Eriksen, der das Spiel nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in seinem Haus in Odense verfolgte, seiner Mannschaft mit seinen Ideen fehlte. Da kam der Geistesblitz von Damgaard gerade recht: Angespielt von Höjbjerg löste er sich geschickt von seinem Gegenspieler und traf aus 17 Metern in den Winkel.

Der Treffer, erzielt mit dem ersten Schuss auf das Tor von Matwei Safonow, lag keineswegs in der Luft, doch er stellte alles auf den Kopf. Nun mussten die Russen ihre abwartende Haltung aufgeben und selbst aktiv werden. Sie taten sich dabei ebenso schwer, wie zuvor die Dänen - die nun ihrerseits abwarteten und auf Konter lauerten. Die frei gewordenen Räume nutzen sie entschlossen und angetrieben von ihren zunehmend beseelten Fans aus.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Wagner bleibt gesperrt: Elversbergs Einspruch abgewiesen

Vincent Wagner bleibt für das bislang größte Spiel seiner Trainerkarriere gesperrt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies den Einspruch der SV Elversberg gegen die Gelb-Rote Karte aus dem Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach nach nur wenigen Stunden zurück. Damit hat auch die mit dem Platzverweis verbundene automatische Sperre von einem Meisterschaftsspiel Bestand. Wagner wird seinem Team damit am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) im Spitzenduell gegen den FC Bayern fehlen.

Zheng Qinwen überrascht bei den US Open - auch Andrejewa weiter

Die Chinesin Zheng Qinwen (23) hat überraschend das Viertelfinale bei den US Open in New York erreicht. Die Olympiasiegerin von 2024, die nach einer Ellenbogen-Operation in der Weltrangliste weit zurückgefallen war und durch die Qualifikation musste, gewann gegen die Polin Iga Swiatek 7:5, 6:3. Dabei kam Zheng gegen die Turniersiegerin von 2022 im ersten Satz nach einem 0:5-Rückstand zurück.

Sieg im Showdown gegen Mali - DBB-Frauen erreichen WM-Finalrunde

Im Showdown gegen Mali haben die deutschen Basketballerinnen bei der Heim-WM ihre Nerven bewahrt und sich beim Sprung in die Finalrunde die bestmögliche Ausgangslage verdient. Im letzten Vorrundenspiel setzte sich das Team von Bundestrainer Olaf Lange in Berlin nach einer starken Vorstellung mit 83:58 (49:32) durch, Belohnung war der zweite Platz in Gruppe A hinter Favorit Spanien. Schon am Dienstag geht es in der Qualifikationsrunde für das Viertelfinale gegen Südkorea, Dritter der Staffel B.

Arsenal marschiert - Sonderlob für "Papa" Havertz

Teammanager Mikel Arteta hat nach dem Erfolg des englischen Fußball-Meisters FC Arsenal im Topspiel gegen den FC Chelsea viel Lob für Nationalspieler Kai Havertz gefunden. "Er wirkt glücklich", sagte der Trainer nach dem 2:1 (1:1) gegen die Blues über den Deutschen, "er wirkt ausgeglichen und zufrieden, und auch in seinem Privatleben hat sich viel Positives getan."

Textgröße ändern: