Deutsche Tageszeitung - Tour de France: Fahrer protestieren für mehr Sicherheit

Tour de France: Fahrer protestieren für mehr Sicherheit


Tour de France: Fahrer protestieren für mehr Sicherheit
Tour de France: Fahrer protestieren für mehr Sicherheit / Foto: ©

Stillstand bei Kilometer eins: Nach den zahlreichen Stürzen auf der dritten Etappe der 108. Tour de France haben die Fahrer am Dienstag für stärkere Sicherheitsvorkehrungen protestiert. Das Peloton stoppte kurz nach dem "scharfen Start" der vierten Etappe von Redon nach Fougeres für knapp eine Minute. Anschließend wurden die ersten Kilometer in langsamer Geschwindigkeit absolviert. Auf Angriffe und Fluchtversuche wurde verzichtet. Der deutsche Routinier Andre Greipel (Israel Start-up Nation) war einer der Wortführer.

Textgröße ändern:

Eine zentrale Forderung ist eine Ausweitung der Drei-Kilometer-Regelung. Die Fahrergewerkschaft CPA veröffentlichte eine entsprechende Stellungnahme. Die Regel sieht vor, dass innerhalb der letzten drei Kilometer gestürzte Fahrer keine Zeit verlieren. Normale Zeitabstände werden aber gemessen. Sprinterteams kämpfen deshalb wie am Montag häufig mit Gesamtklassement-Fahrern und deren Mannschaften um die besten Positionen.

Am Montag hatten drei schwere Stürze im chaotischen Finale Unheil angerichtet. Unter anderem waren Mitfavorit Primoz Roglic (Jumbo-Visma) und Top-Sprinter Caleb Ewan (Lotto-Soudal) betroffen. Für Ewan ist die Tour wegen eines Schlüsselbeinbruchs beendet. Als Ursache für die Hektik im Feld machten die Fahrer die Streckenführung aus.

"Ich denke, dass es nicht den einen Schuldigen gibt. Aber eins ist klar: Wenn man die Strecke anders gestalten würde, wären viel Risiko und Nervosität bei den Fahrern und Teams genommen", sagte Roglics deutscher Teamkollege Tony Martin: "Wenn eine Strecke wie gestern geboten wird, ist das Chaos eigentlich programmiert."

Ralph Denk, Chef des deutschen Teams Bora-hansgrohe, kritisierte den Weltverband UCI. "Wenn man sich an eigenen Regeln nicht hält, ist es dürftig", sagte Denk und spielte dabei etwa auf das abfallende Finale an. Allerdings seien auch manche Aktionen einiger Rennfahrer "nicht immer ganz überlegt".

UCI-Präsident David Lappartient verteidigte den Weltverband und nahm die Fahrer in die Pflicht. "Der Großteil der Stürze ist auf fehlende Aufmerksamkeit zurückzuführen", sagte der Franzose und äußerte "Verständnis" für die Nervosität der Fahrer: "Ich denke aber, dass man das nicht auf die Route schieben sollte."

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Demichelis feiert erfolgreiches RB-Debüt

Lockerer Aufgalopp zum Auftakt: Martin Demichelis hat ein erfolgreiches Pflichtspieldebüt als Trainer von RB Leipzig gefeiert. Der Fußball-Bundesligist gewann in der ersten Runde des DFB-Pokals 6:0 (3:0) beim Regionalligisten Eintracht Trier. Zum Ligastart in einer Woche treffen die Sachsen auf Borussia Mönchengladbach.

Berlin chancenlos: Magdeburg gewinnt Supercup

Der SC Magdeburg hat den Supercup-Hattrick der Füchse Berlin eindrucksvoll verhindert und erstmals unter Erfolgstrainer Bennet Wiegert den Titel geholt. Der deutsche Handball-Meister gewann das Duell mit dem Pokalsieger, der zuletzt zweimal in Folge beim Saisonauftakt triumphiert hatte, völlig ungefährdet mit 38:31 (20:15) und legte fünf Tage vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison den Grundstein für eine erneut erfolgreiche Spielzeit.

CONCACAF: Infantino soll sich von Jugendturnier fernhalten

Die Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino verschärft sich weiter. Nach einem Bericht von Sky News wurde der Schweizer von der nord- und mittelamerikanischen Konföderation CONCACAF am Freitag aufgefordert, einem U14-Jugendturnier in der Dominikanischen Republik fernzubleiben. Seine Anwesenheit würde die Aufmerksamkeit von der sportlichen Veranstaltung ablenken und die Nachwuchswettbewerbe "untergraben", hieß es demnach in einem Schreiben des CONCACAF-Präsidenten Victor Montagliani an den FIFA-Chef.

Stach schießt Leeds zum Sieg - ManUnited blamiert sich

Fußball-Nationalspieler Anton Stach hat Leeds United zum Auftaktsieg in der Premier League geschossen. Der 27-Jährige verwandelte in der 88. Minute einen direkten Freistoß zum 1:0 (0:0)-Sieg bei Nottingham Forest. "Phänomenal, Stachs Schuss war der Hammer", schrieb die BBC.

Textgröße ändern: