Deutsche Tageszeitung - Hinze enttäuscht: Olympia-Silber nicht gewertschätzt

Hinze enttäuscht: Olympia-Silber nicht gewertschätzt


Hinze enttäuscht: Olympia-Silber nicht gewertschätzt
Hinze enttäuscht: Olympia-Silber nicht gewertschätzt / Foto: ©

Die dreimalige Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze (Cottbus) hat die aus ihrer Sicht fehlende Wertschätzung nach dem Gewinn der Silbermedaille im Teamsprint bei den Olympischen Spielen in Tokio schwer enttäuscht. "Trotzdem Glückwunsch zu Silber" oder "wenigstens hast du eine Medaille", habe sie zu hören bekommen.

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Das vermittele ihr "halt ein total falsches Gefühl für eine Medaille. Ich finde das nicht fair und auch ein bisschen traurig, dass einem trotz des Gewinns einer olympischen Silbermedaille so ein Gefühl vermittelt wird", sagte Hinze. Nach dem "blöden Beigeschmack" habe die 24-Jährige vor den am Mittwoch beginnenden Bahnrad-Weltmeisterschaften in Roubaix (bis Sonntag) aber den "Spaß am Training wiedergefunden. Ich hoffe, dass ich das aufrechterhalten kann", sagte Hinze.

Sie habe jetzt "eine andere Einstellung als vor den Olympischen Spielen", sagte Hinze: "Da war alles sehr ernst und auch ein bisschen verbissen, weil ich das Gefühl hatte, dass sehr, sehr viele Menschen sehr viel erwarten von mir. Vielleicht muss man da einmal durch."

Ob es in Roubaix für eine WM-Medaille oder mehr reicht, könne sie "selber nicht gut einschätzen", meinte Hinze: "Ich sehe es dann in zwei Tagen. Keine Ahnung, ehrlich gesagt."

(B.Izyumov--DTZ)

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