Deutsche Tageszeitung - Dortmund und Leipzig als Minimalisten weiter, Schalke scheitert in München

Dortmund und Leipzig als Minimalisten weiter, Schalke scheitert in München


Dortmund und Leipzig als Minimalisten weiter, Schalke scheitert in München
Dortmund und Leipzig als Minimalisten weiter, Schalke scheitert in München / Foto: ©

Borussia Dortmund und RB Leipzig üben sich erfolgreich in Minimalismus, Schalke 04 patzt empfindlich an der Grünwalder Straße: Während Titelverteidiger BVB und der Vorjahresfinalist aus Sachsen ebenso wie die weiteren Erstligisten den Sprung ins Achtelfinale des DFB-Pokals schafften, schied das Zweitliga-Spitzenteam aus Gelsenkirchen völlig überraschend beim Drittligisten 1860 München aus.

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Der fünfmalige Cup-Champion um Coach Dimitrios Grammozis unterlag mit 0:1 (0:1) und verpasste erstmals seit sechs Jahren den Sprung in die Runde der letzten 16. "Ich bin enttäuscht, denn es war viel mehr drin", sagte Grammozis: "Irgendwie wollte der Ball nicht rein."

Ohne den erst in der zweiten Halbzeit eingewechselten Torjäger Simon Terodde tat sich Schalke von Beginn an schwer, eine Rote Karte gegen Malick Thiaw (48.) wegen einer Notbremse machte die Aufgabe noch komplizierter. Die Münchner, nur Tabellen-16. in Liga drei, brachten ihren frühen Treffer von Stefan Lex (5.) über die Zeit und jubelten danach ausgelassen.

Zufrieden mit dem Weiterkommen war auch Dortmunds Coach Marco Rose trotz Mini-Kulisse, zähen Belagerungsfußballs und der erst späten Entscheidung. Gegen das Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt verzettelten sich die Dortmunder mit einer besseren B-Elf, zogen aber durch ein 2:0 (0:0) dank Joker Thorgan Hazard (72., 81.) vor nur 25.130 Zuschauern in die nächste Runde ein.

Den hochambitionierten Leipzigern reichte ein mühsamer Arbeitssieg beim wacker kämpfenden Regionalligisten SV Babelsberg. Die Mannschaft von Coach Jesse Marsch gewann 1:0 (1:0) durch einen Treffer von Dominik Szoboszlai (45.) und darf somit weiter von der erneuten Endspiel-Teilnahme am 21. Mai in Berlin träumen. "Wichtig ist, dass wir weitergekommen sind. Egal, ob 4:0 oder 1:0", sagte Szoboszlai in der ARD.

Bei Hertha lebt die Hoffnung aufs Finale im eigenen Stadion ebenfalls weiter durch einen hart erschufteten 3:1 (1:1)-Erfolg beim Regionalligisten Preußen Münster. Vor 11.037 Zuschauern im ausverkauften Preußenstadion brachte Stevan Jovetic (3.) den Favoriten früh in Führung. Thorben Deters schlug für Münster zurück (41.), eine Gelb-Rote-Karte nach einer Schwalbe gegen Nicolai Remberg (45.+1) schwächte den Außenseiter dann jedoch erheblich und die Joker Ishak Belfodil (79.) und Marco Richter (83.) trafen für die Gäste.

Auch Hoffenheim setzte sich durch und der kriselnde Vorjahres-Halbfinalist Holstein Kiel verlor auch im DFB-Pokal seinen Schrecken. Die Störche, die in der 2. Liga auf den viertletzten Tabellenplatz abgestürzt sind, unterlagen 1:5 (0:2) beim Bundesligisten und schossen die Tore für den Gegner auch noch teilweise selbst.

Johannes van den Bergh (3.) und Hauke Wahl (31.) trafen ins eigene Netz. Zwei Eigentore im DFB-Pokal hatte es zuletzt 1977 bei der Partie zwischen der TuS Rosenberg und dem MSV Duisburg (1:11) gegeben. Nach dem Anschlusstreffer von Phil Neumann (47.) sorgten Angelo Stiller (59.), Munas Dabbur (72.) sowie Jacob Bruun Larsen (84.) für klare Verhältnisse.

In der vergangenen Saison hatte Holstein noch sensationell Bayern München aus dem Wettbewerb geworfen. Daraus wird diesmal nichts.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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