Deutsche Tageszeitung - "Sehr skeptisch": DOSB-Präsidentschaftskandidat Mayer gegen deutsche Olympia-Bewerbung 2036

"Sehr skeptisch": DOSB-Präsidentschaftskandidat Mayer gegen deutsche Olympia-Bewerbung 2036


"Sehr skeptisch": DOSB-Präsidentschaftskandidat Mayer gegen deutsche Olympia-Bewerbung 2036
"Sehr skeptisch": DOSB-Präsidentschaftskandidat Mayer gegen deutsche Olympia-Bewerbung 2036 / Foto: ©

CSU-Politiker Stephan Mayer, Bewerber um das Amt des Präsidenten beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), hat sich gegen eine Kandidatur Deutschlands für die Sommerspiele 2036 ausgesprochen. "Grundsätzlich bin ich ein großer Befürworter einer erneuten Olympia-Bewerbung. Aber man muss es sehr klug und vernünftig angehen", sagte Mayer dem SID am Mittwoch: "2036 sehe ich aus ganz spezifischen Gründen sehr skeptisch."

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Zuvor hatte sich Thomas Weikert, ebenfalls Kandidat für den DOSB-Spitzenposten, für einen Anlauf bei der Ausrichtung der Spiele in 15 Jahren stark gemacht. "Wir müssen uns so schnell wie möglich bewerben, und zwar auch für 2036. Ich weiß, dass es Diskussionen darüber gibt, ob man sich für 2036 bewerben soll vor dem Hintergrund von Berlin 1936. Aber ich bin der Meinung: ja!", sagte der 59-Jährige im Interview mit sportschau.de. Er erwähnte auch, dass "vielleicht auch noch andere Städte" als Berlin als Austragungsort in Frage kämen.

Das geschichtliche Erbe der Nazi-Spiele 1936 in der Hauptstadt stünde einer erfolgreichen Bewerbung laut Mayer jedoch im Weg: "Das hätte auf den ersten Blick Charme. Es reicht jedoch nicht, wenn ein DOSB-Präsidium hinter einer solchen Bewerbung steht, man muss auch die Bevölkerung mitnehmen. Meine Befürchtung ist, dass diejenigen, die einer erneuten Bewerbung Deutschlands generell skeptisch gegenüber stehen, das Jahr 2036 dazu gebrauchen würden, um gegen eine deutsche Bewerbung zu agitieren."

In diesem Jahr war die Bewerbung der Initiative Rhein Ruhr City für die Sommerspiele 2032 gescheitert, nachdem sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) für Brisbane entschieden hatte. 2015 hatte der DOSB Hamburg als Kandidaten unterstützt, eine Bewerbung wurde jedoch durch ein negatives Bürgerreferendum verhindert.

Mayer, Tischtennis-Weltverbandschef Weikert und Präsidentin Claudia Bokel vom Deutschen Fechter-Bund (DFeB) sind die drei Kandidaten für die Nachfolge des scheidenden DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann. Die Wahl erfolgt am 4. Dezember bei der Mitgliederversammlung in Weimar. Am kommenden Sonntag stellen sich die drei Kandidaten den DOSB-Mitgliedsorganisationen in Düsseldorf vor.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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