Deutsche Tageszeitung - Bayern-Chef Kahn: "Fundamentalster Wandel im Fußball"

Bayern-Chef Kahn: "Fundamentalster Wandel im Fußball"


Bayern-Chef Kahn: "Fundamentalster Wandel im Fußball"
Bayern-Chef Kahn: "Fundamentalster Wandel im Fußball" / Foto: ©

Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn hat einmal mehr gegen die von Investoren, Staaten und Oligarchen unterstützten Klubs im europäischen Fußball Front gemacht. "Wir kämpfen an vorderster Front dafür, dass nicht unbegrenzt Geld in die Klubs gepumpt wird. Es müssen bei Verstößen endlich effektive und harte Strafen verhängt werden", forderte der Boss des deutschen Fußball-Rekordmeisters bei der Jahreshauptversammlung.

Textgröße ändern:

Man erlebe derzeit "den fundamentalsten Wandel im Fußball", so Kahn weiter. Investorenklubs würden "ganz schnell mal in die tiefen Taschen ihrer Investoren greifen". Diese seien längst dabei, den Fußball "mit voller Kraft und voller Power zu ihren Gunsten zu verändern". Das gelte es "mit aller Macht" zu verhindern.

Der FC Bayern, "die Top-Adresse in Europas Fußball", entwickle deshalb weiterhin "eine Strategie, aus eigener Kraft vorne zu bleiben. Die große Leistung des Vereins ist: Wir sind finanziell unabhängig und gesund, das ist ein absoluter Wert. Für diesen FC-Bayern-Weg werden wir in ganz Europa bewundert", betonte Kahn. Den Einstieg einer Investorengruppe oder eines Multimilliardärs schloss der frühere Weltklassetorwart einmal mehr aus.

Kahn forderte aber weiter große Anstrengungen im Klub, um an der Spitze zu bleiben: "Es gibt keinen Grund, nachlässig und überheblich zu werten. Erfolge in der Vergangenheit sind keine Garantie für Erfolge in Zukunft."

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Neuer signalisiert: Am Saisonende ist Schluss

Torhüter Manuel Neuer wird seine erfolgreiche Karriere am Ende der kommenden Saison aller Voraussicht nach beenden. "Es sieht schon stark danach aus, dass ich aufhöre", sagte der 40 Jahre alte Kapitän des FC Bayern am Dienstag am Rande des Trainingslagers der Münchner am Tegernsee.

FIFA: Infantino plant Verkauf von WM-Anteilen

FIFA-Chef Gianni Infantino will noch mehr Geld aus der Fußball-WM herausholen und Anteile am Turnier an private Investoren abtreten. Wie die Times, der Telegraph und die Financial Times am Dienstag berichteten, plant der Weltverband einen Verkauf von 20 bis 30 Prozent der Anteile an einem noch zu gründenden Unternehmen, das die WM kontrollieren soll. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) übte umgehend scharfe Kritik an dem Plan.

Nach chaotischer Suche: Mancini wieder Italiens Nationaltrainer

Roberto Mancini kehrt als Nationaltrainer Italiens zurück. Der 61-Jährige, der die Squadra Azzurra 2021 zum EM-Titel geführt hatte, übernimmt das Amt, das er von 2018 bis 2023 bereits innehatte. Der Verpflichtung des früheren Nationalspielers war ein chaotischer Auswahlprozess vorangegangen. Pep Guardiola und Carlo Ancelotti sagten ab, Andrea Pirlo schien den Posten sicher zu haben, wurde wegen eines Vertrags mit einem russischen Wettanbieter jedoch aussortiert.

Italien: Mancini kehrt als Nationaltrainer zurück

Roberto Mancini kehrt als Nationaltrainer Italiens zurück. Der 61-Jährige, der die Squadra Azzurra 2021 zum EM-Titel geführt hatte, übernimmt das Amt, das er von 2018 bis 2023 bereits innehatte. Der Verpflichtung des früheren Nationalspielers war ein chaotischer Auswahlprozess vorangegangen. Pep Guardiola und Carlo Ancelotti sagten ab, Andrea Pirlo schien den Posten sicher zu haben, wurde wegen eines Vertrags mit einem russischen Wettanbieter jedoch aussortiert.

Textgröße ändern: