Deutsche Tageszeitung - Formel 1: Leclerc-Bestzeit im dritten freien Training

Formel 1: Leclerc-Bestzeit im dritten freien Training


Formel 1: Leclerc-Bestzeit im dritten freien Training
Formel 1: Leclerc-Bestzeit im dritten freien Training

Die Formel 1 ist im Schnellverfahren in den Normalbetrieb übergegangen. 24 Stunden nachdem jemenitische Huthi-Rebellen eine Ölraffinerie in Sichtweite der Rennstrecke angegriffen hatten, setzte WM-Spitzenreiter Charles Leclerc im dritten freien Training zum Großen Preis von Saudi-Arabien (Sonntag, 19.00 Uhr MESZ/Sky) die Bestzeit - und lenkte den Fokus wieder auf das Sportliche, nachdem es am Freitag lange Diskussionen um einen Abbruch des Rennwochenendes gegeben hatte.

Textgröße ändern:

Zwei Stunden vor dem Qualifying um 18.00 Uhr erzielte Ferrari-Star Leclerc in Dschidda eine 1:29,735 und war damit 33 Tausendstelsekunden schneller als Weltmeister Max Verstappen (Niederlande). Dahinter folgte dessen mexikanischer Red-Bull-Teamkollege Sergio Perez (+0,098).

Wieder weit weg von der Spitze war Mercedes, Rekordweltmeister Lewis Hamilton (England) kam nicht über Rang elf hinaus (0,972). "Es ist, als würden wir einen Marathon laufen, aber du startest zehn Minuten hinter deinen Konkurrenten, um das Rennen zu gewinnen", sagte Hamiltons neuer Teamkollege George Russell (Rang 14/+1,248) im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

Zwischen den Silberpfeilen reihte sich Mick Schumacher im Haas auf Rang zwölf ein (+1,030). Nico Hülkenberg, der erneut den mit Corona infizierten Sebastian Vettel ersetzt, belegte im Aston Martin den 18. Rang (+1,689).

Am Samstagmittag (Ortszeit) gaben die Formel 1 und der Automobil-Weltverband FIA bekannt, das Grand-Prix-Wochenende wie geplant fortzusetzen. Wenig später veröffentlichte die Fahrervereinigung GPDA ein Statement, in dem zwischenzeitliche Boykottgedanken durchklangen.

In einer stundenlangen Sitzung am Freitagabend hätten die Piloten eine "Vielzahl von Optionen" diskutiert, hieß es. Erst nachdem saudi-arabische Regierungsvertreter erklärt hätten, die Sicherheitsmaßnahmen würden "auf ein Maximum hochgefahren", seien die Piloten zur Entscheidung gekommen, wie geplant ins Auto zu steigen.

Raketen- und Drohnenangriffe der jemenitischen Miliz sind in der Region keine Seltenheit. Die Rebellen greifen häufig Flughäfen und Öleinrichtungen in Saudi-Arabien an, das Land ist einer der größten Ölexporteure der Welt.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen. In dem Konflikt wurden nach UN-Angaben bereits rund 380.000 Menschen getötet.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

NFL: Deutsches Quintett im Practice Squad

Nach dem Aus bei der letzten Kaderreduzierung dürfen sich fünf deutsche Footballprofis weiter Hoffnungen auf Einsätze in der US-Profiliga NFL machen. Lorenz Metz, Paul Rubelt, Julius Welschof, Kilian Zierer sowie Niklas Henning wurden in Practice Squads aufgenommen und haben damit die Chance, es über diesen Weg vor Spieltagen ins Aufgebot zu schaffen.

Hoeneß über Messi-Abschied: "Total richtig"

Für Uli Hoeneß (74) ist Lionel Messi "der Allergrößte", doch sein Abschied aus der argentinischen Nationalmannschaft wurde laut des Bayern-Patrons auch allmählich Zeit. "Ich finde es total richtig, dass er jetzt aufhört", sagte Hoeneß in Hamburg, wo er von der Sport Bild für seine Lebenswerk geehrt wurde: "Auf die Dauer macht es natürlich keinen Sinn, dass zehn Mann laufen müssen, damit er mitspielen kann."

Oberdorf nach Comeback: "Habe es echt vermisst"

Mit einem Blumenstrauß in der Hand, den ihre Freundin ihr ins Stadion hatte liefern lassen, versuchte Lena Oberdorf, ihre Gefühle zu sortieren: "Ich war bei der Einwechslung ein bisschen emotional, ich hatte ein bisschen Tränen in den Augen, ich musste mich kurz straffen", berichtete sie bei Sport1. 316 Tage, nachdem sie zum zweiten Mal innerhalb von 15 Monate einen Kreuzbandriss erlitten hatte, war Oberdorf zuvor für den FC Bayern auf den Platz zurückgekehrt - und zeigte sich nach ihrer Einwechslung in der 71. Minute beim 2:0 (1:0)-Sieg in der Bundesliga am Montag über Mainz 05 "einfach nur happy."

"Dirigent" Wawrinka verabschiedet sich von der Grand-Slam-Bühne

Stan Wawrinka blickte mit Tränen in den Augen auf das Tributvideo auf der großen Leinwand, dann versuchte er, seine Emotionen in Worte zu fassen. "Ich habe über die Jahre so viel Support und Liebe hier erfahren. Es war immer besonders", sagte der Schweizer Tennisstar, nachdem seine Grand-Slam-Karriere trotz der Dreisatzniederlage gegen Matteo Berrettini bei den US Open ein würdiges Ende gefunden hatte.

Textgröße ändern: