Deutsche Tageszeitung - Zimmermann sieht "gesellschaftliches Problem"

Zimmermann sieht "gesellschaftliches Problem"


Zimmermann sieht "gesellschaftliches Problem"
Zimmermann sieht "gesellschaftliches Problem" / Foto: © FIRO/SID

Nach den jüngsten Vorfällen von Fehlverhalten gegenüber Schiedsrichtern hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ein übergeordnetes Problem ausgemacht. "Wir haben ein gesellschaftliches Problem in Umgang, Respekt und Verhalten. Das zeigt sich nicht zuletzt im Fußball", kritisierte der zuständige Vizepräsident Ronny Zimmermann.

Textgröße ändern:

Zuletzt hatte es in der 3. Liga einen Spielabbruch gegeben, nachdem der Unparteiische Nicolas Winter auf dem Weg in die Kabine mit Bier überschüttet wurde. Zudem war Bundesliga-Schiedsrichter Sascha Stegemann nach einer Fehlentscheidung beim Spiel von Borussia Dortmund beim VfL Bochum (1:1) mehrfach bedroht worden und hatte Strafanzeige gestellt. Der Vizepräsident nahm die Unparteiischen in Schutz, sie seien "ein unglaublich wertvoller Teil der Fußballfamilie".

Der Verband hatte im März das "Jahr des Schiris" ausgerufen - auch, um für derartige Probleme zu sensibilisieren. Dabei müssten sich laut Zimmermann alle Beteiligten "ihrer Verantwortung bewusst sein". Der 62-Jährige nahm explizit auch die Vereine in die Pflicht, die bei den Spielen das Hausrecht haben: "Sie müssen von diesen Rechten und Möglichkeiten sinnvoll Gebrauch machen. Fehlverhalten ist konsequent und im Ansatz zu unterbinden."

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Deutschland Tour: Del Toro gewinnt Prolog

Topfavorit Isaac del Toro hat direkt zum Auftakt der 40. Deutschland Tour ein Ausrufezeichen gesetzt und sich das Blaue Trikot des Gesamtführenden gesichert. Der Mexikaner vom Team UAE Emirates-XRG, Dritter der diesjährigen Tour de France, setzte sich am Mittwoch auf dem 2,6 km langen und technisch anspruchsvollen Prolog im hessischen Bad Orb durch. Zweiter wurde der französische Radprofi Paul Magnier (Soudal Quick-Step), der Sieger der Cyclassics in Hamburg lag im Ziel nur zwei Sekunden zurück.

Hockey-Frauen bestehen im WM-Krimi und sichern Zwischenrunde

Die deutschen Hockey-Frauen haben dem großen Druck standgehalten und sind bei der Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden in die Zwischenrunde eingezogen. Im Showdown zum Gruppenfinale bezwang das Team von Bundestrainerin Janneke Schopman die USA mit 3:1 (1:0). Auch dank ihrer Nervenstärke bei Siebenmetern wahrten die "Danas" damit die Chance auf die erste WM-Medaille seit 1998.

Füllkrug-Rückkehr: "Emotion und Leidenschaft" als Lohn

Niclas Füllkrug lachte. Verzicht auf Geld für die Rückkehr zu Werder Bremen? Das sah der Stürmer etwas anders. "Verzichten tue ich nicht. Ich werde einfach nur in einer anderen Währung bezahlt. Die lautet Emotion und Leidenschaft. Die Liebe und Wertschätzung wird mir jetzt schon entgegengebracht. Was ich hier am Ende hoffentlich bekomme, hätte mir auch kein anderer Klub in der Währung geben können", sagte er bei seiner Vorstellung am Mittwoch.

"Finale dahoam"? München bewirbt sich um 2028

Der FC Bayern hat möglicherweise schon in zwei Jahren wieder die große Chance auf ein "Finale dahoam". Die Stadt München bewirbt sich für 2028 mit der Allianz Arena um die Austragung des Endspiels in der Champions League. Dies beschloss der Stadtrat am Mittwoch in einer Feriensitzung. Die Entscheidung fällt das UEFA-Exekutivkomitee Mitte September. Bisher ist München der einzige Kandidat.

Textgröße ändern: