Deutsche Tageszeitung - Enttäuschte Schmetterlinge nach erster Niederlage

Enttäuschte Schmetterlinge nach erster Niederlage


Enttäuschte Schmetterlinge nach erster Niederlage
Enttäuschte Schmetterlinge nach erster Niederlage / Foto: © IMAGO/Maximilian Koch/SID

Nach dem entscheidenden Punkt bildeten die enttäuschten Schmetterlinge zunächst eine Traube auf dem Feld, dann bedankte sich das Team artig beim aufmunternd klatschenden Publikum im Düsseldorfer Castello. "Wir wollten sicher die ersten vier Spiele gewinnen", sagte Volleyball-Bundestrainer Vital Heynen nach dem ungeplanten sowie überraschenden 1:3 (25:13, 16:25, 18:25, 18:25) gegen Underdog Schweden: "Es ist eine Niederlage, die hart wegzustecken ist."

Textgröße ändern:

Für die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) war es nach zwei Erfolgen die erste Pleite bei der Heim-EM - dabei hatte man sich nach einem berauschenden ersten Satz zunächst noch sicher auf Siegkurs gewähnt. Doch dann drehten die Schwedinnen auf.

"Isabelle Haak hat es wirklich geschafft, ihr Team komplett zu tragen", würdigte Kapitänin Lena Stigrot im Anschluss an die Partie die Leistung der schwedischen Nummer zehn. Diese hatte ihre Mannschaft zuvor mit überragenden 31 Punkten zum ersten Sieg bei der EM geführt.

"Wir waren es nicht gewohnt, dass wir so schlechte Annahmezahlen haben", erklärte Stigrot weiter. Als Konsequenz habe den Schmetterlingen "die cleveren Lösungen gefehlt".

Doch trotz aller Enttäuschung haben die deutschen Volleyballerinnen kaum Zeit, um Trübsal zu blasen: Bereits am Dienstag (20.00 Uhr/Sportdeutschland.TV) kann der Co-Gastgeber gegen Tschechien den vorzeitigen Einzug in das Achtelfinale nachholen. "Wir wissen, was wir können. Das müssen wir schnell wieder in den Kopf bekommen", sagte Stigrot.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Weltrekordler Liebmann: "Weiß noch nicht, was in mir vorgeht"

Nach seinem Weltrekord musste Johannes Liebmann erstmal seine Gefühle sortieren. "Was in mir vorgeht, weiß ich selber noch nicht genau. Es ist auf jeden Fall viel", sagte der neue deutsche Schwimmstar nach seinem sensationellen Goldrennen bei der EM in Paris, "ich muss jetzt auch erstmal gucken, dass ich heute Nacht wieder schlafen kann. Morgen geht es ja weiter."

DBB-Kapitänin Gülich nach Comeback: "War ziemlich aufgeregt"

Marie Gülich formte mit ihren Händen ein Herz in Richtung Publikum, dann atmete die Kapitänin der deutschen Basketball-Nationalmannschaft einmal tief durch. "Mein Körper fühlt sich echt gut an. Manchmal hört man zu doll rein. Es hat gut funktioniert heute", sagte die 32-Jährige bei MagentaTV. Ein Jahr nach ihrem Kreuzbandriss hatte Gülich beim 60:65 (27:29) gegen Spanien endlich ihr Comeback gegeben - und war erleichtert.

Kieferschmerzen vom Schreien: Goldjunge Weber mit Kampfansage

Julian Weber rieb sich das Kinn. "Mein Kiefer tut echt weh, ich habe so viel rumgeschrien", sagte Europas Speerwurf-König nach seinem Wahnsinns-Wurf zu Gold. Erst im letzten Versuch machte der Mainzer seinen zweiten großen Titel der Karriere klar und konterte den aufmüpfigen Youngster Nick Thumm aus. "Das war schon mit das geilste Feeling, das ich bisher so hatte", sagte Weber über seinen Meisterschaftsrekord von 90,40 Metern: "Da war so viel Adrenalin in diesem Moment."

Werth gewinnt Bronze in der Kür - Fry mit dem Double

Versöhnlicher WM-Abschluss für Isabell Werth: Die deutsche Rekord-Olympiasiegerin hat die Weltmeisterschaften in Aachen mit der Bronzemedaille in der Kür abgeschlossen. In der letzten Dressurprüfung der Wettkämpfe ritt die erfolgreichste Reiterin der Geschichte unter Flutlicht als allerletzte Starterin mit ihrem Olympiapferd Wendy zu 88,650 Prozent und gewann die 14. WM-Medaille ihrer Karriere. Gold holte sich Titelverteidigerin Lottie Fry aus Großbritannien vor der Dänin Cathrine Laudrup-Dufour.

Textgröße ändern: