Deutsche Tageszeitung - Wieder kein Sieg: Frankfurt enttäuscht gegen Freiburg

Wieder kein Sieg: Frankfurt enttäuscht gegen Freiburg


Wieder kein Sieg: Frankfurt enttäuscht gegen Freiburg
Wieder kein Sieg: Frankfurt enttäuscht gegen Freiburg / Foto: © FIRO/SID

Weiter ungeschlagen, aber wieder kein Sieg: Die Remis-Könige von Eintracht Frankfurt treten in der Fußball-Bundesliga auf der Stelle. Drei Tage nach dem Auftaktsieg in der Conference League mussten sich die Hessen im Alltag mit einem enttäuschenden 0:0 gegen den SC Freiburg begnügen und stecken durch das vierte Liga-Unentschieden nacheinander im Tabellenmittelfeld fest.

Textgröße ändern:

Die SGE blieb zwar auch im neunten Pflichtspiel unter Trainer Dino Toppmöller ohne Niederlage, einmal mehr entwickelte die Eintracht trotz optischer Überlegenheit aber deutlich zu wenig Torgefahr - nur vier magere Treffer stehen bislang zu Buche. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich schaffte in einer zerfahrenen Partie nach zwei deutlichen Liga-Pleiten zumindest die Trendwende.

Nach den internationalen Auftritten unter der Woche mussten beide Trainer kleine Veränderungen vornehmen. Der SGE fehlte ihr Kapitän Sebastian Rode (Wadenverletzung), dazu feierte Fares Chaibi sein Startelf-Debüt als Ersatz für Mario Götze, der gegen den FC Aberdeen (2:1) angeschlagen ausgewechselt worden war. Bei den Freiburgern rückte Yannik Keitel für den rotgesperrten Nicolas Höfler ins Team.

Unter den Augen des neuen Bundestrainers Julian Nagelsmann legten beide Mannschaften ordentlich los. Nach den ersten Annäherungsversuchen durch Freiburgs Ritsu Doan (4.) und den Frankfurter Fares Chaibi (11.) flachte das Niveau aber schlagartig ab. In einer weitgehend ausgeglichenen Partie fehlte beiden Teams die Frische.

Den Gästen fiel im eigenen Ballbesitz äußerst wenig ein. Nach dem turbulenten Europa-League-Erfolg bei Olympiakos Piräus (3:2) war vor allem die Freiburger Defensive gefordert, in der Kiliann Sildillia kurzfristig für Manuel Gulde (Kreislauf) zum Einsatz kam. Gefahr musste der Sport-Club jedoch selten fürchten.

Denn wie schon häufiger in dieser Saison ließ Frankfurt die Präzision und den Zug zum Tor vermissen. Zwar wirkte die Eintracht überlegen, nach dem Umbruch im Sommer traten die Hessen aber einmal mehr schwerfällig auf. Dazu hatte die SGE Glück, dass Junior Dina Ebimbe trotz eines groben Fouls weiterspielen durfte (45.+2).

Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff ergab sich für Omar Marmoush gegen SC-Torhüter Noah Atubolu die bis dahin größte Chance. Die Eintracht versuchte es im zweiten Durchgang weiter, die Bemühungen verpufften allerdings meist rund um den Strafraum. Daran änderte zunächst auch Götzes Einwechslung nichts.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

"War mein Traum": Varfolomeev will nach Mehrkampf-Gold mehr

Eine rauschende Partynacht nach dem ersehnten WM-Mehrkampftitel vor dem Heimpublikum in der Frankfurter Festhalle? Keine Chance! "Es geht jetzt darum, ein bisschen zu schlafen, ein bisschen zu regenerieren", sagte Darja Varfolomeev sichtlich erschöpft, aber überglücklich mit der Goldmedaille um den Hals. Schließlich hat die beste Rhythmische Sportgymnastin der Welt bei der Heim-WM in Frankfurt am Main noch viel vor.

FC Bayern: Tah arbeitet WM-Desaster auf besondere Art auf

Nationalspieler Jonathan Tah hat das WM-Desaster mit der DFB-Auswahl auf besondere Weise aufgearbeitet. "Ich lasse solche Situationen zuerst wirken und analysiere sie dann sehr bewusst: Was ist passiert, warum fühle ich mich so, ist das berechtigt oder spielt sich vieles nur in meinem Kopf ab? Ich schreibe mir meine Gedanken auf, schaue sie mir in Ruhe an – und wenn ich das getan habe, ist es für mich irgendwann erledigt und ich kann den Fokus wieder auf die neue Saison legen", sagte der Verteidiger auf der Vereinsseite des FC Bayern.

Große Ziele: Goldjunge Ansah hat noch viel vor

Owen Ansah strahlte. Nach seinem spektakulären Sturmlauf zu EM-Gold sprudelte es nur so aus ihrem heraus. Weiter Medaillen gewinnen, auch bei Weltmeisterschaften, die 200 Meter regulär unter 20 Sekunden laufen, immer besser werden - Ansah hat viel vor in der Zukunft. Aber "über negative Sachen" wollte der neue Europameister im Moment seines größten Erfolges nicht sprechen.

Köhler nach EM-Silber: "Am liebsten mit Champagner anstoßen"

Angelina Köhler war nach ihrem Erfolg bei der Schwimm-Europameisterschaft in Paris ganz beseelt - feiern kann die Ex-Weltmeisterin aber noch nicht. "Also wenn es einem nach EM-Silber nicht toll geht, dann weiß ich auch nicht", sagte die 25-Jährige am Freitagabend freudestrahlend nach ihrem starken Rennen über 100 m Schmetterling: "Am liebsten würde ich mit einem Champagner anstoßen - aber das geht eigentlich erst am Sonntag."

Textgröße ändern: