Deutsche Tageszeitung - UN ruft zu "Olympischem Frieden" auf

UN ruft zu "Olympischem Frieden" auf


UN ruft zu "Olympischem Frieden" auf
UN ruft zu "Olympischem Frieden" auf / Foto: © IMAGO/Marc John/SID

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat alle Länder der Welt angehalten, den traditionellen "Olympischen Frieden" anlässlich der Spiele in Paris im Sommer 2024 einzuhalten. Diese symbolische Resolution wurde von Russland kritisiert, das eine "politische Einmischung" in den Sport anprangerte.

Textgröße ändern:

Die Resolution, die mit 118 Ja-Stimmen, keiner Nein-Stimme und zwei Enthaltungen (Russland und Syrien) angenommen wurde, ruft die Mitgliedsstaaten dazu auf, "den Olympischen Frieden individuell und kollektiv einzuhalten", und zwar ab dem siebten Tag vor Beginn der Olympischen Spiele in Paris (26. Juli bis 11. August 2024) und bis zum siebten Tag nach Ende der Paralympics (28. August bis 8. September).

Er könne sich "nicht an eine Welt erinnern, in der es so viele Konfrontationen, Spaltungen und Polarisierung gab", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, und appellierte, "eine klare Botschaft an die Welt zu senden: Ja, wir können uns auch in Zeiten von Kriegen und Krisen zusammenschließen."

Inspiriert von der alten griechischen Tradition der "Ekecheiria", welche die Einstellung aller Feindseligkeiten während der antiken Olympischen Spiele verlangte, wurde dieser "Waffenstillstand" 1993 auf Initiative des IOC von den Vereinten Nationen wieder eingeführt.

Bisher war der Olympische Friede immer ohne Abstimmung im Konsens alle zwei Jahre vor den Winter- und Sommerspielen angenommen worden. In diesem Jahr forderte Russland jedoch eine Abstimmung und nannte es "inakzeptabel", dass der Text keinen Hinweis auf die "Grundsätze des gleichberechtigten und nicht politisierten Zugangs" zu Sportwettkämpfen enthielt.

Das IOC betrachtet Russlands Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 als Verletzung des olympischen Waffenstillstands in Verbindung mit den Spielen 2022 in Peking.

"Es gibt eine gefährliche Tendenz, sich politisch in den Sport einzumischen und ihn als Instrument für politischen Druck zu benutzen", kritisierte die stellvertretende russische UN-Botschafterin Maria Sabolotskaja und bezeichnete die "Diskriminierung" russischer Sportler als "Gipfel der Heuchelei und des Zynismus".

Es gehe "in keiner Weise um die Diskriminierung von Athleten, es geht um die Einhaltung der Regeln der Olympischen Charta", sagte Bach, dessen IOC im Oktober das Russische Olympische Komitee (ROC) suspendiert hatte, weil es mehrere Sportorganisationen in besetzten ukrainischen Gebieten unter seine Kontrolle gebracht hatte. Außerdem bedauerte Bach die Ankündigung Russlands, im Jahr 2024 eigene "Freundschaftsspiele" auszurichten.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Pleite gegen die Ex: Lippmann verliert EM-Auftakt gegen Bock

Die deutsche Beachvolleyballerin Louisa Lippmann hat beim schnellen Wiedersehen mit ihrer ehemaligen Partnerin Linda Bock einen Fehlstart in die Europameisterschaft hingelegt. Lippmann und ihre neue Mitspielerin Melanie Paul verloren am Mittwoch in Polen mit 1:2 Sätzen gegen Bock und Lea Kunst - erst im vergangenen Monat hatten sich Lippmann und Bock nach anderthalb gemeinsamen Jahren im Sand getrennt. Nun bescherte das EM-Los gleich ein Aufeinandertreffen in der Gruppenphase von Stare Jablonki.

Das Rätselraten hat ein Ende: Ronaldo und seine langjährige Partnerin sind verheiratet

Ein Jahr nach ihrer Verlobung und nach vielen Spekulationen über Ort und Zeit der Hochzeit haben sich der portugiesische Fußballstar Cristiano Ronaldo und seine langjährige Partnerin Georgina Rodríguez das Ja-Wort gegeben. Die Trauung fand am Dienstag im privaten Kreis mit den fünf Kindern statt, wie die den Sportler vertretende Agentur Brunswick Group der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Fotos von der Zeremonie wurden nicht veröffentlicht.

Bundeskartellamt hält 50+1-Regel für zulässig

Das Bundeskartellamt hält die viel diskutierte 50+1-Regel im deutschen Profifußball in seiner finalen Einschätzung für zulässig. Voraussetzung hierfür sei allerdings, "dass sie konsequent und ohne Unterschiede – sofern es für diese keinen sachlichen Grund gibt – angewendet wird". Dies teilte die Behörde am Mittwoch nach Abschluss des seit 2018 laufenden Prüfverfahrens mit und blieb damit bei ihrer vorläufigen Einschätzung.

Trotz Boykott-Drohung: Ausrichter Polen bereitet U20-WM vor

Gastgeber Polen treibt ungeachtet des angedrohten Boykotts der UEFA die Planungen für die anstehende U20-Weltmeisterschaft der Frauen voran. Die Vorbereitung verlaufe "gemäß dem vereinbarten Zeitplan" und befinde sich in der "Endphase", teilte der Polnische Fußballverband (PZPN) auf SID-Anfrage mit. Bislang gebe es "keine Informationen über einen möglichen Rückzug einer teilnehmenden Mannschaft aus dem Turnier. Wir gehen davon aus, dass die aktuelle Situation zügig geklärt wird, sodass junge Spielerinnen aus aller Welt in Polen antreten können".

Textgröße ändern: