Deutsche Tageszeitung - Steinert: Vergleich mit EM-Triumph 2016 "hinkt nicht"

Steinert: Vergleich mit EM-Triumph 2016 "hinkt nicht"


Steinert: Vergleich mit EM-Triumph 2016 "hinkt nicht"
Steinert: Vergleich mit EM-Triumph 2016 "hinkt nicht" / Foto: © FIRO/SID

Handball-Nationalspieler Christoph Steinert (33) sieht Parallelen zwischen dem Europameister-Team von 2016 und dem EM-Aufgebot für das anstehende Turnier in Deutschland. "Ich würde sagen, der Vergleich hinkt nicht", sagte Steinert am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin: "Die Jungs, die frisch dabei sind und noch nicht so viele Länderspiele auf dem Konto haben, sind alles sehr erfahrene Bundesligaspieler und haben in der letzten Zeit bewiesen, dass sie wahnsinnig viel Qualität haben."

Textgröße ändern:

Auch Dagur Sigurdsson, der die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) vor knapp acht Jahren als Bundestrainer vollkommen überraschend auf den EM-Thron geführt hatte, sah in der Sport Bild zuletzt "viele Parallelen zwischen der Mannschaft von 2016 und der jetzigen". Damals war Deutschland wie nun mit einem jungen Team und keineswegs als Topfavorit an den Start gegangen, spielte sich in Polen dann aber in einen Rausch.

Er hoffe natürlich, "dass es so ausgeht wie 2016", sagte Steinert nun: "Aber vorher sagen kann man das natürlich nicht." Bundestrainer Alfred Gislason hatte im SID-Interview betont, dass ihn Vergleiche mit dem 2016er-Turnier "überhaupt nicht" nerven: "Im Mannschaftssport ist sehr viel möglich, das können wir da rausziehen. Viel mehr aber auch nicht."

Deutschland trifft bei der Heim-EM (10. bis 28. Januar) in der Vorrunde zum Auftakt im Rahmen des Weltrekordspiels vor über 50.000 Zuschauern in Düsseldorf auf die Schweiz (10. Januar/20.45 Uhr/ZDF und Dyn). Weitere Gegner in der ersten Turnierphase sind Nordmazedonien (14. Januar/20.30 Uhr/ZDF und Dyn) sowie Frankreich (16. Januar/20.30 Uhr/ARD und Dyn). Der Erst- und Zweitplatzierte ziehen in die Hauptrunde ein.

Das deutsche Team startete am Mittwoch in Frankfurt exakt 15 Tage vor dem EM-Auftaktspiel in die heiße Phase der Vorbereitung - und ist voller Vorfreude. Ein Heim-Turnier sei "das Größte" und "das Schönste, was man erleben kann. Das steht wahrscheinlich neben Olympia auf einer Stufe", sagte Steinert. Der Linkshänder von der HC Erlangen träumt vom Einzug in die Medaillenspiele: "Unser Präsident hat mal das Halbfinale ausgerufen. Wenn wir das erreichen würden, das wäre großartig."

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Nächster Rückschlag: Zagadou fehlt Stuttgart wochenlang

Dan-Axel Zagadou von Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart droht den Saisonstart zu verpassen. Der französische Innenverteidiger erlitt im letzten Testspiel gegen den FC Everton (3:1) am Samstag eine muskuläre Verletzung an der Oberschenkelrückseite und fällt für die "kommenden Wochen" aus, wie der Champions-League-Teilnehmer mitteilte.

"Keine Playstation": UEFA will zum VAR-Ursprung zurück

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will zum Ursprungsgedanken des Video-Assistenten (VAR) zurückkehren und durch eine Form der Standardisierung die Schiedsrichter in ihren Entscheidungen stärken. Das erklärte UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti im Rahmen der Vorstellung von Clear Line, einer neuen Online-Plattform, die klare Richtlinien für die einheitliche Anwendung der Regeln und den VAR-Einsatz in den europäischen Ligen und Europapokal-Wettbewerben bietet.

Trump: Entmachtung von Infantino wäre "schrecklicher Fehler"

Donald Trump hat FIFA-Präsident Gianni Infantino öffentlich den Rücken gestärkt. "Die FIFA würde einen schrecklichen Fehler begehen, wenn sie aus irgendeinem Grund auch nur in Erwägung ziehen würde, Präsident Gianni Infantino abzulösen", schrieb der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social.

Varfolomeev: Mit der Schildkröte vom Papa zu WM-Gold?

Natürlich wird die Schildkröte auch in der Frankfurter Festhalle mit dabei sein - und dort ihrer gewohnten Aufgabe nachgehen: Mut und Kraft soll sie ihrer Besitzerin, für die es in den kommenden Tagen in Frankfurt am Main um WM-Medaillen geht, spenden. Die kleine Figur habe sie von ihrem Vater geschenkt bekommen, erzählt Darja Varfolomeev - 2019 sei das gewesen, als die Rhythmische Sportgymnastin im Alter von zwölf Jahren allein von Russland nach Deutschland gezogen war. Seitdem ist die Schildkröte immer an ihrer Seite. Und erfüllt stets ihren Zweck.

Textgröße ändern: