Deutsche Tageszeitung - Hamilton sieht Red Bull auch ohne Newey als Konkurrent

Hamilton sieht Red Bull auch ohne Newey als Konkurrent


Hamilton sieht Red Bull auch ohne Newey als Konkurrent
Hamilton sieht Red Bull auch ohne Newey als Konkurrent / Foto: © SID

Lewis Hamilton ist davon überzeugt, dass der bevorstehende Abgang des Stardesigners Adrian Newey Red Bull nicht entscheidend schwächen wird. "Es ist nicht eine einzelne Person, es ist ein ganzes Team. Menschen, die die Arbeit erledigen", sagte der Formel-1-Rekordweltmeister in Miami: "Sie können sich vorstellen, dass die Leute, mit denen er zusammenarbeitet weiterhin großartige Arbeit leisten werden trotz all der erstaunlichen Erfahrung, die er in das Team einbringt."

Textgröße ändern:

Newey, Mastermind hinter den Erfolgen des aktuellen Weltmeisters und Überfliegers Max Verstappen, wird Red Bull im ersten Quartal 2025 verlassen. Dem Vernehmen nach bemüht sich Ferrari intensiv um den Designer, Hamilton selbst fährt ab 2025 für die Scuderia.

"Ich gehe nicht davon aus, dass Red Bull in Zukunft nicht weiterhin großartige Autos bauen wird", sagte Hamilton. Dennoch könne sich "jedes Team" glücklich schätzen, "mit Adrian Newey zusammenzuarbeiten".

Hamilton kennt Newey bislang nur als Rivalen, seit 2006 arbeitet der 65 Jahre alte Brite für Red Bull. Aus dessen Feder stammten die Weltmeister-Rennwagen von Nigel Mansell (1992), Alain Prost (1993), Damon Hill (1996), Jacques Villeneuve (1997/alle Williams), Mika Häkkinen (1998 und 1999/McLaren), Sebastian Vettel (2010 bis 2013) und Verstappen (2021 bis 2023/jeweils Red Bull) - und wohl auch der Bolide, der Verstappen in diesem Jahr zum Titel tragen wird.

"Gegen ein Team anzutreten, zu dem er im Laufe der Jahre so stark beigetragen hat, war eine riesige Herausforderung. Aber ich denke, wir müssen auch bedenken, dass es viele Leute im Hintergrund gibt", sagte Hamilton, der seiner Formel-1-Karriere im Jahr 2007 bei McLaren begonnen hatte. Ein Jahr zuvor war Newey von McLaren zu Red Bull gegangen. "Ich bin damals die Weiterentwicklung seines Autos gefahren", berichtete Hamilton: "Ich habe mich privilegiert gefühlt, ein Auto zu fahren, an dem er gearbeitet hat."

Hamilton würde Newey ab 2025 nur allzu gern an seiner Seite bei Ferrari sehen. Die Vorstellung sei "sehr, sehr aufregend", sagte der 39-Jährige: "Wenn ich eine Liste der Leute erstellen müsste, mit denen ich es lieben würde, zusammenzuarbeiten, dann wäre Adrian Newey absolut an der Spitze."

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

UEFA hält an FIFA-Boykott fest - CAF hält zu Infantino

Die Europäische Fußball-Union UEFA hält im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino den Druck aufrecht. Trotz des Rückzugs der FIFA-Pläne für eine Öffnung gegenüber externen Investoren hält die UEFA an ihrem Boykott der Wettbewerbe des Weltverbandes fest. Das geht aus einer UEFA-Erklärung auf SID-Anfrage vom Donnerstag hervor. Zudem bekräftigte die UEFA, sie habe das Vertrauen in Infantino verloren. Auch der südamerikanische Verband CONMEBOL äußerte sich erstmals seit Bekanntwerden der Privatisierungspläne kritisch über das Gebaren des FIFA-Präsidenten.

Real Madrid verlängert mit Vinicius Jr. bis 2032

Champions-League-Rekordsieger Real Madrid hat den Wechselgerüchten um seinen Starspieler Vinicius Jr. ein Ende gesetzt und einen seiner wichtigsten Leistungsträger langfristig an sich gebunden. Wie die Königlichen am Donnerstagabend mitteilten, unterschrieb der 26-jährige Brasilianer einen neuen Vertrag bis zum 30. Juni 2032. Zuletzt war Vinicius Jr. mit dem englischen Meister FC Arsenal in Verbindung gebracht worden.

Schwimm-EM: Eikermann und Rösler gewinnen Silber und Bronze

Der Olympiasiebte Jaden Eikermann und Mixed-Vizeeuropameister Ole Rösler haben zum Abschluss der Wassersprungwettbewerbe bei der EM in Paris die neunte und zehnte Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) gewonnen. Im Einzelfinale vom Turm am Donnerstag sprang der 21-jährige Eikermann, im Synchronfinale mit Luis Avila Sanchez Fünfter und mit dem Team Siebter, mit 513,05 Punkten zu Silber.

Tour de France Femmes: Lippert sprintet am Etappensieg vorbei

Radprofi Liane Lippert hat einen Etappensieg bei der Tour de France der Frauen knapp verpasst. Die dreimalige deutsche Meisterin vom Team Movistar erreichte das Ziel der 153,4 km langen sechsten Etappe in Tournon-sur-Rhone als Teil einer Fluchtgruppe, war im kräftezehrenden Sprint um den Tagessieg aber chancenlos. Beim Erfolg von Kim Le Court-Pienaar (Mauritius/AG Insurance-Soudal) belegte Lippert den sechsten Platz. Antonia Niedermaier (Team Canyon//SRAM/+0:28 Minuten) kam im Weißen Trikot als 14. mit den Favoriten an.

Textgröße ändern: