Deutsche Tageszeitung - Rekordjäger Djokovic: Support von Murray, Kritik von Becker

Rekordjäger Djokovic: Support von Murray, Kritik von Becker


Rekordjäger Djokovic: Support von Murray, Kritik von Becker
Rekordjäger Djokovic: Support von Murray, Kritik von Becker / Foto: © SID

Andy Murray weiß genau, worauf er sich da eingelassen hat. Der alte Rivale und neue Coach des serbischen Grand-Slam-Rekordsiegers Novak Djokovic macht sich darauf gefasst, dass es bei den Australian Open auch mal laut werden dürfte - im Dialog zwischen ihm und seinem Schützling.

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"Ich weiß, dass es da draußen nicht einfach ist - es ist stressig und manchmal wird er sich gegenüber seinem Team und seiner Box Luft machen wollen", sagte Murray vor Djokovics Auftaktmatch in Melbourne am Montagvormittag (MEZ): "Solange er sein Bestes gibt und sich anstrengt, ist es für mich absolut in Ordnung, wenn er sich so äußert, wie er möchte."

Djokovic, der für seine gelegentlichen Ausfälle gegenüber der Trainerbox bekannt ist, hat in Melbourne Großes vor. Der elfte Titel Down Under soll her, der 25. Grand-Slam-Sieg insgesamt - und damit der alleinige geschlechterübergreifende Rekord. Murray sieht den Erfolg seines Schützlings vor allem in dessen Arbeitsethos begründet.

"Manchmal macht es sehr viel Spaß. Aber Höchstleistung entsteht nicht durch Lachen, Witze und Herumalbern. Von den besten Spielern der Welt habe ich das nie gesehen", sagte Murray: "Ich habe es von niedriger platzierten Spielern gesehen, aber das war dann auch einer der Gründe dafür."

Ein prominenter Ex-Coach des Serben bewertete die aktuelle Situation am Wochenende hingegen gänzlich anders. Boris Becker, der Djokovic zu sechs Grand-Slam-Titeln geführt hatte, monierte ausgerechnet die fehlende Fokussierung des 37-Jährigen.

"Es sind für mich zu viele Nebenkriegsschauplätze. Wenn das momentan die Priorität ist, dann finde ich das nicht gut und sogar gefährlich", sagte Becker im Podcast "Becker Petkovic": "Er will noch einen Grand Slam gewinnen. Und da braucht er alle Energie, die er übrig hat und muss sich ein bisschen zurückhalten, was diese Schlagzeilen angeht."

Djokovic hatte vor Beginn der Australian Open mehrfach für Schlagzeilen abseits des Sportlichen gesorgt. Unter anderem kritisierte er die Aufarbeitung des Dopingfalles des Weltranglistenersten Jannik Sinner - auch seine Aussagen in einem GQ-Interview, er sei während seines unfreiwilligen Festsitzens in Australien 2022 "vergiftet" worden, sorgten für Wirbel.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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