Deutsche Tageszeitung - Nach Dopingsperre: Sinner von Laureus-Liste gestrichen

Nach Dopingsperre: Sinner von Laureus-Liste gestrichen


Nach Dopingsperre: Sinner von Laureus-Liste gestrichen
Nach Dopingsperre: Sinner von Laureus-Liste gestrichen / Foto: © SID

Seine dreimonatige Dopingsperre kostet Tennisstar Jannik Sinner zwar kein Grand-Slam-Turnier, aber die Chance auf eine prestigeträchtige Auszeichnung. Die Laureus World Sports Academy hat den Italiener von der Kandidatenliste für den Weltsportler des Jahres 2024 gestrichen. Die Nominierten werden am 3. März bekannt gegeben. Die Verleihung der Preise findet am 21. April in Madrid statt.

Textgröße ändern:

"Wir haben diesen Fall sowie die Entscheidungen der zuständigen internationalen Gremien verfolgt und sind – auch wenn wir die mildernden Umstände anerkennen – der Ansicht, dass die Nominierung aufgrund der dreimonatigen Sperre nicht zulässig ist", sagte der Neuseeländer Sean Fitzpatrick, Vorsitzender der Laureus-Akademie. Sinner und dessen Team seien informiert worden.

Der Weltranglistenerste war im März 2024 zweimal positiv auf Clostebol getestet worden. Die zuständige International Tennis Integrity Agency (ITIA) akzeptierte Sinners Argumentation, dass das Steroid unabsichtlich bei einer Behandlung durch seinen Physiotherapeuten in seinen Körper gelangt sei. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wollte den Fall zunächst vor dem Sportgerichtshof CAS prüfen lassen, ehe es zum Vergleich kam.

Am 4. Mai darf Sinner (23) zurückkehren, weil auch die WADA keine Absicht und nur eine geringe Schuld beim Südtiroler sah. Der Zeitraum der Sperre stieß jedoch bei einigen Konkurrenten auf Kritik. Der dreimalige Grand-Slam-Sieger kehrt rechtzeitig zu den French Open zurück und kann sich vorher sogar noch bei seinem Heim-Masters in Rom auf den Höhepunkt der Sandplatzsaison vorbereiten.

Die Auszeichnung für den "Laureus World Sportsman of the Year Award" wird seit 25 Jahren vergeben, oft wurden Tennisstars mit dem "Sport-Oscar" geehrt. Rekordgewinner sind Novak Djokovic und Roger Federer mit jeweils fünf Auszeichnungen. Auch Rafael Nadal (2) gehörte dazu. Als einzige Deutsche bekamen Michael Schumacher (2002, 2004) und Sebastian Vettel (2014) den Preis in der Männerkategorie.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Mission 1: Zverev startet trotz Schrecksekunde erfolgreich

Trotz Schrecksekunde fokussiert zum Auftaktsieg: Alexander Zverev ist auf seiner Mission Weltranglistenspitze erfolgreich ins Masters von Shanghai gestartet. Der Sieger der French Open und US Open setzte sich am Freitag 6:4, 7:6 (7:4) gegen Lokalmatador Wu Yibing durch. Zverev, der im zweiten Satz mit dem linken Fuß leicht umknickte und kurz auf dem Platz sitzenblieb, hat ein klares Ziel vor Augen: Er will ins Halbfinale, dann wäre er laut Berechnungen der Spielerorganisation ATP zum Jahresende sicher die Nummer eins der Welt.

Tischtennis: Ovtcharov muss für EM absagen

Der zehnmalige Tischtennis-Europameister Dimitrij Ovtcharov hat seine Teilnahme an der Einzel-EM in Ljubljana verletzungsbedingt abgesagt. Wie der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) am Freitag mitteilte, plagen den 38-Jährigen Probleme mit seinem rechten Bizeps. In Sloweniens Hauptstadt sollte Ovtcharov neben der Einzelkonkurrenz im Doppel an der Seite von Patrick Franziska aufschlagen. Für ihn rückt Ricardo Walther im Einzel nach, Andre Bertelsmeier und Wim Verdonschot treten im Doppel an.

Einstand für die 76ers: James erzielt zehn Punkte

Basketball-Superstar LeBron James hat bei seinem ersten Einsatz für die Philadelphia 76ers einen ordentlichen Einstand gefeiert. Der 41-Jährige erzielte am Donnerstag im Vorbereitungsspiel bei den Brooklyn Nets zehn Punkte, konnte die 108:114-Niederlage seines neuen Teams aber nicht verhindern. James stand ausschließlich in der ersten Halbzeit auf dem Parkett und verbuchte in gut 18 Minuten zudem vier Rebounds, fünf Assists und einen Steal.

Voss zieht positives DTM-Fazit: "Spannend und ausgeglichen"

ADAC-Motorsportchef Thomas Voss hat bereits vor dem Finale ein positives Fazit für diese DTM-Saison gezogen. Das Jahr sei "erneut extrem spannend und ausgeglichen" gewesen, sagte Voss dem SID: "Das ist etwas, das wir seit der Übernahme der Serie beobachten, was sich in diesem Jahr aber noch einmal besonders gezeigt hat."

Textgröße ändern: