Deutsche Tageszeitung - Auch der HSV patzt: Pleite in Paderborn

Auch der HSV patzt: Pleite in Paderborn


Auch der HSV patzt: Pleite in Paderborn
Auch der HSV patzt: Pleite in Paderborn / Foto: © IMAGO / Ulrich Hufnagel/SID

Herbe Pleite statt Big Points: Nach dem 1. FC Köln hat auch der Hamburger SV im Kampf um den Aufstieg böse gepatzt. Die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin verlor nach einer insgesamt zu müden Vorstellung bei Angstgegner SC Paderborn mit 0:2 (0:1). Filip Bilbija schockte seinen Ex-Klub bereits in der 15. Minute, Adriano Grimaldi (84.) traf zum Endstand. Der HSV blieb in der Offensive trotz aller Bemühungen zu unentschlossen und verlor so erstmals unter Polzin.

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Nach zuvor elf Spielen ohne Niederlage und 114 Tagen brach damit die Punkte-Serie der Hamburger, die so zudem einen Tiefschlag für die Aufstiegs-Konkurrenz verpassten: Mit einem Sieg hätten die Hanseaten den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf vier Punkte vergrößert. So bleibt der HSV zwar Tabellenführer, liegt aber nur einen Zähler vor den fünftplatzierten Kölnern, die am Samstag 0:1 beim Karlsruher SC verloren hatten. Paderborn, nun seit fünf Spielen gegen den HSV ungeschlagen, schob sich auf Rang vier nach vorne.

"Heute hatten wir eine große Chance, das wollen wir gar nicht widerlegen. Und daraus werden wir auch gestärkt zurückkommen. Wir haben viele Rückschläge schon gut verarbeitet", sagte Angreifer Davie Selke, der unauffällig blieb, bei Sky. Und Keeper Daniel Heuer Fernandes meinte: "Wir haben uns durch die letzten Wochen in eine Position gebracht, auf der viele stehen wollen. Uns ist bewusst, dass nichts von alleine geht. So ein Auftritt heute, der ist einfach nicht gut und da sind wir auch nicht mit zufrieden."

Wenig Tempo, wenig Ideen - der HSV tat sich gegen defensiv gut organisierte Paderborner trotz optischer Überlegenheit schwer. Der frühe Führungstreffer spielte den Hausherren zudem in die Karten. Und so schaffte es der HSV zunächst nur selten, Selke gefährlich in Position zu bringen - Emir Sahiti schloss zudem zu ungenau ab (49.).

Auf der anderen Seite blieb Paderborn stets über Konter gefährlich. Aaron Zehnter vergab die Vorentscheidung, als er nur den rechten Innenpfosten traf (55.). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der HSV versuchte in der Schlussphase mit den eingewechselten Marco Richter und Ransford Königsdörffer den Druck noch einmal zu erhöhen. Mehr als ein Lattentreffer von Jean-Luc Dompé sprang für die Hamburger aber nicht mehr heraus - und Grimaldi traf zur Entscheidung.

(V.Korablyov--DTZ)

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