Deutsche Tageszeitung - Adeyemi in Topform: "Ein bisschen Selbstbewusstsein gekriegt"

Adeyemi in Topform: "Ein bisschen Selbstbewusstsein gekriegt"


Adeyemi in Topform: "Ein bisschen Selbstbewusstsein gekriegt"
Adeyemi in Topform: "Ein bisschen Selbstbewusstsein gekriegt" / Foto: © SID

Karim Adeyemi brauchte den Anstupser eines österreichischen Journalisten, um sich an sein großes Spiel gegen den OSC Lille zu erinnern. Im September 2021 durfte er für Red Bull Salzburg beim 2:1 in der Champions-League-Gruppenphase zwei Elfmeter verwandeln. Das würde er sicher auch für den Abend (21.00 Uhr/Prime Video) im Trikot von Borussia Dortmund nehmen.

Textgröße ändern:

Der pfeilschnelle 23-Jährige ist der BVB-Spieler, dessen Leistungskurve nach dem Trainerwechsel von Nuri Sahin auf Niko Kovac am steilsten angestiegen ist. Adeyemi traf bei Sporting Lissabon (3:0) und in der Bundesliga beim FC St. Pauli (2:0).

Das soll allerdings längst nicht alles gewesen sein. "Ich bin noch nicht in der Form, in der ich mich selbst haben will", sagte er am Montag während der Pressekonferenz mit Kovac. "Ich kann noch viel mehr zeigen und noch gefährlicher sein. Aber Selbstbewusstsein habe ich schon ein bisschen gekriegt."

Der Dank ging einen Stuhl weiter. "Das kommt, wenn der Trainer dir über mehrere Spiele immer das Vertrauen schenkt", betonte Adeyemi. In besseren Phasen hatte er jedoch schon häufiger den ganz großen Durchbruch erahnen lassen, stets verschwand er danach wieder in der Versenkung.

Ein Indiz dafür, dass es diesmal anders kommen könnte, war auf St. Pauli der Verzicht auf seine übliche Salto-Show. Adeyemi blieb einfach stehen und starrte in den jubelnden Gästesektor. Davor hatte er sich gegen seinen Gegenspieler robust durchgesetzt.

"Früher wäre er vielleicht auch mal hingefallen. Heute bleibt er stehen und marschiert weiter", lobte Sebastian Kehl, der dies gleich in ein Sinnbild für die gesamte Mannschaft umdeutete. Gegen Lille soll ein weiterer Beweis des Umschwungs ins Positive folgen: bei Adeyemi. Und beim BVB.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Grand Départ in Deutschland? Prudhomme hat "große Lust"

Tour-Direktor Christian Prudhomme hat die Hoffnungen auf eine Rückkehr der Frankreich-Rundfahrt nach Deutschland genährt. "Ich habe große Lust, dass wir bald wieder nach Deutschland zurückkehren", sagte der Franzose in der ARD. Es gebe "natürlich" die Möglichkeit eines Grand Départs in Deutschland, "ich hoffe, dass wir bald zu einem Abschluss kommen."

Fußball-Oldie "King Kazu": Erstes Tor seit vier Jahren

Alter schützt vor Toren nicht: "Fußball-Opa" Kazuyoshi Miura hat erstmals seit fast vier Jahren wieder einen Treffer erzielt. Der 59-Jährige war beim 7:0 des japanischen Drittligisten Fukushima United in einem Qualifikationsspiel zum Kaiserpokal gegen den Iwaki Furukawa FC erfolgreich. "King Kazu" verwertete in der 52. Minute im Strafraum eine Flanke zum zwischenzeitlichen 5:0.

EM 2028: Heidel hofft auf Duell zwischen Klopp und Tuchel

In Mainz arbeitete Christian Heidel einst mit Jürgen Klopp und Thomas Tuchel - für die Fußball-EM in zwei Jahren hat er daher einen besonderen Wunsch. "Ein EM-Endspiel England gegen Deutschland am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion", sagte der Sportvorstand des FSV Mainz 05 dem kicker: "Mit Thomas Tuchel und Jürgen Klopp an der Seitenlinie - zwei Trainer, deren Erfolgsweg einst in Mainz begann."

Das Formel-1-Reife(n)zeugnis: Budapest

Lando Norris ist nach seinem Triumph in Budapest der fünfte verschiedene Gewinner dieser Formel-1-Saison und geht mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause. Doch nicht nur der Weltmeister fühlt sich nach dem Rennen auf dem Hungaroring wie ein Sieger. Erkenntnisse aus Ungarn.

Textgröße ändern: