Deutsche Tageszeitung - Spieler des Tages: Ermedin Demirovic (VfB Stuttgart)

Spieler des Tages: Ermedin Demirovic (VfB Stuttgart)


Spieler des Tages: Ermedin Demirovic (VfB Stuttgart)
Spieler des Tages: Ermedin Demirovic (VfB Stuttgart) / Foto: © www.imago-images.de/SID

Nach seinem ersten Dreierpack im Profifußball schnappte sich Ermedin Demirovic erleichtert den Ball als Souvenir. "Ich hatte schon oft die Möglichkeit, dass ich zwei mache und den dritten nicht hinbekomme", sagte der Torjäger des VfB Stuttgart nach dem 4:0 (2:0)-Sieg beim VfL Bochum: "Heute dachte ich: Nicht schon wieder. Aber dann fällt mir noch einer vor den Fuß - schon schön."

Textgröße ändern:

Nun hat der bosnische Nationalspieler, der nach dem frühen Führungstor von Jeff Chabot (8.) dreimal in Folge traf (11./48./85.), seine Bestmarke von 15 Treffern aus der vergangenen Spielzeit beim FC Augsburg im Blick. "Ich bin jetzt zwei davon entfernt, die letzte Saison zu bestätigen. Das war erstmal das Ziel", sagte der 27-Jährige, "wenn mehr dabei herumkommt, freue ich mich über jedes Tor, das ich mehr schieße."

Nach dem Abgang von Serhou Guirassy für 21 Millionen Euro als Nachfolger verpflichtet, findet sich Demirovic beim VfB immer besser zurecht. Mit fünf Toren in den vergangenen vier Bundesligaspielen erlebt der gebürtige Hamburger aktuell seine beste Phase beim Vizemeister.

Die Erleichterung war auch groß, weil der VfB seine schwierige Phase mit sechs Ligaspielen ohne Sieg in Folge beendete. Der Einzug ins Endspiel des DFB-Pokals mit dem 3:1 gegen RB Leipzig am Mittwoch habe "ein gutes Gefühl" gegeben. "Wir wissen aber auch, dass wir einige gute Spiele gemacht haben, uns aber einfach nicht belohnt haben für die harte Arbeit", sagte Demirovic: "Deshalb tut es gut, nach Bochum zu fahren, wo alle denken, jetzt lassen sie die Liga schleifen, und ein Statement zu setzen."

Dass Trainer Sebastian Hoeneß mehr als die Hälfte der Startelf ausgetauscht hatte, hatte keine negativen Auswirkungen. Im Gegenteil: "Das Mannschaftsgefüge stimmt, egal, wen du reinwirfst", sagte Demirovic: "Da ist keiner abgefallen, sie haben uns alle noch mal einen Schub gegeben, Energie reingehauen." Stuttgart rückte mit seinem 800. Bundesligasieg in einen elitären Klub vor: Zuvor hatten lediglich Rekordmeister Bayern München, Borussia Dortmund und Werder Bremen diese Marke erreicht.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Boxen: Kabayel verteidigt WM-Titel im Düsseldorfer Stadion

Stadion statt Arena, Düsseldorf statt Oberhausen: Der deutsche Box-Weltmeister Agit Kabayel bekommt für seine erste Titelverteidigung die ganz große Bühne. Wie der übertragende Streaminganbieter DAZN zusammen mit Promoter Queensberry am Donnerstag mitteilte, tritt der 34 Jahre alte Schwergewichtler am 28. November im Düsseldorfer Fußballstadion gegen den ungeschlagenen Albaner Nelson Hysa (42) an. Kabayel steigt in der Merkur Spiel-Arena dann vor über 50.000 Zuschauern erstmals als WBC-Champion in den Ring und will seinen Gürtel erfolgreich verteidigen.

Starker Auftakt in Peking: Zverev überrascht sich selbst

Alexander Zverev ließ sich ausgiebig feiern, verschenkte seine Handtücher an einige kreischende Fans und ging dann zufrieden zum Interview. "Ich bin wirklich überrascht und glücklich, wie ich heute gespielt habe", sagte der Weltranglistenzweite nach seinem erfolgreichen Auftakt in Peking: "Ich bin erst vor zwei Tagen aus Europa angekommen und da liegen doch einige Zeitzonen dazwischen."

"Lefty"-Experte Zverev schlägt zu: Souverän gegen Norrie

Der "Lefty-Experte" hat wieder zugeschlagen: Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Peking einen souveränen Start hingelegt - und einmal mehr seine Qualitäten in den Duellen mit Linkshändern ausgespielt. Der French-Open- und US-Open-Sieger setzte sich am Donnerstag mit 7:6 (7:1), 6:4 gegen den Briten Cameron Norrie durch.

City-Skandal: UEFA will sich vorerst nicht äußern

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will sich vorerst nicht zum Finanzskandal um den englischen Topklub Manchester City äußern. Das bestätigte ein Sprecher dem SID am Donnerstag. Zuvor hatten die neuerlich aufgekommenen Vorwürfe gegen den früheren UEFA-Generalsekretär und heutigen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino in Zusammenhang mit dem Fall für Aufsehen gesorgt.

Textgröße ändern: