Deutsche Tageszeitung - Weltmeistertrainer Herbert übernimmt 2026 Kanadas Basketballer

Weltmeistertrainer Herbert übernimmt 2026 Kanadas Basketballer


Weltmeistertrainer Herbert übernimmt 2026 Kanadas Basketballer
Weltmeistertrainer Herbert übernimmt 2026 Kanadas Basketballer / Foto: © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images/SID

Gordon Herbert zieht es nach dem WM-Coup mit Deutschland zurück auf die Trainerbank einer Basketball-Nationalmannschaft. Wie der kanadische Verband am Donnerstag mitteilte, wird der 66-Jährige im Sommer 2026 die Verantwortung für die Auswahl seines Heimatlands übernehmen. Dann läuft Herberts Vertrag bei Bayern München aus, vom deutschen Meister gab es zunächst keine Stellungnahme.

Textgröße ändern:

"Ich fühle mich unglaublich geehrt und freue mich sehr über die Möglichkeit, mein Heimatland zu trainieren", wurde Herbert in der Verbandsmitteilung zitiert: "Canada Basketball hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, die Talentdichte im Programm ist so hoch wie nirgendwo sonst."

Herbert soll Kanada bei der WM 2027 in Katar sowie bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles zu weiteren Höhen führen. Das Team um NBA-Superstar Shai Gilgeous-Alexander gewann beim deutschen WM-Triumph 2023 auf den Philippinen die Bronzemedaille und gilt als hochveranlagt.

Herbert war von 2001 bis 2002 Assistenztrainer der Kanadier, 2018 kehrte er an die Seitenlinie zurück und begleitete das Team durch mehrere Qualifikationsphasen zur Weltmeisterschaft sowie beim Olympia-Qualifikationsturnier 2021.

Von 2021 bis 2024 trainierte Herbert das DBB-Team. Auf Bronze bei der Heim-EM 2022 folgte im Jahr darauf der sensationelle WM-Titel, zum Abschluss seiner Ägide belegte Deutschland bei Olympia 2024 in Paris den vierten Platz.

Bayern München hatte erst am Mittwoch mitgeteilt, dass Geschäftsführer Marko Pesic beim BBL-Tabellenführer auf eigenen Wunsch zum Ende des Jahres abtreten wird.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

"Zum Leidwesen meiner Familie": Vonn erwägt nächstes Comeback

Speed Queen Lindsey Vonn erwägt offenbar trotz ihres schweren Olympia-Unfalls ein abermaliges Comeback - oder gerade deswegen. "Sehr zum Leidwesen meiner Familie – ja", sagte die 41-Jährige in der Sendung "Today" des US-Senders NBC auf eine entsprechende Frage.

WM unter Trump: Amnesty warnt vor "unmittelbaren Auswirkungen"

Die Debatte um Co-Gastgeber USA und Präsident Donald Trump wird die Fußball-WM auch nach dem ersten Anstoß belasten. Das glaubt jedenfalls Maja Liebing von Amnesty International. Die Menschenrechtsprobleme in den USA hätten "das Potenzial, unmittelbare Auswirkungen auf die Fans, die Spieler und die Journalisten zu haben", sagte die Referentin für die Region Amerikas dem Tagesspiegel. Es werde "sicherlich schwieriger, diese Probleme auszublenden".

Leichtathletik: Eigene Marathon-WM ab 2030

Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics trägt seine Weltmeisterschaften in Zukunft ohne den Marathon aus. Wie der Verband am Dienstag mitteilte, werde die Langstreckendisziplin nur noch bei den Weltmeisterschaften 2027 und 2029 dabei sein. Danach, ab 2030, soll jährlich eine eigene Marathon-WM durchgeführt werden, Frauen und Männer sollen sich im Jahresrhythmus abwechseln.

Drei Deutsche im Finale: Michigan holt College-Titel

Das deutsche Basketball-Talent Malick Kordel darf sich über die College-Krone in den USA freuen. Im Final Four der March Madness gewann der Oberhausener mit den Michigan Wolverines das Endspiel gegen die UConn Huskies mit 69:63, kam dabei aber erneut nicht zum Einsatz. U19-Vizeweltmeister Eric Reibe und sein deutscher Mitspieler Dwayne Koroma verpassten den erträumten Titelgewinn.

Textgröße ändern: