Deutsche Tageszeitung - Crawford knackt Canelo und schreibt Box-Geschichte

Crawford knackt Canelo und schreibt Box-Geschichte


Crawford knackt Canelo und schreibt Box-Geschichte
Crawford knackt Canelo und schreibt Box-Geschichte / Foto: © SID

US-Boxstar Terence Crawford hat den Megafight gegen den Mexikaner Saul "Canelo" Alvarez gewonnen und ist damit als erster Boxer unumstrittener Weltmeister in drei Gewichtsklassen. Im riesigen Allegiant Stadium des Football-Teams Las Vegas Raiders sicherte sich der weiterhin unbesiegte Crawford nach zwölf packenden Runden vor über 70.000 Zuschauern einstimmig nach Punkten die Supermittelgewichts-Titel nach IBF-, WBC- und WBO-Version.

Textgröße ändern:

"Canelo ist ein großer Champion und hat auch heute so geboxt, aber Gott hat mich gesegnet und diese Nacht nur für mich gemacht", sagte der 37 Jahre alte Crawford nach seinem 42. Sieg in seinem 42. Profikampf, der gleichzeitig auch sein letzter gewesen sein könnte: "Ich weiß es nicht, ich muss mich mit meinem Team zusammensetzen."

"Bud" Crawford, der auch als "Undisputed Champion" im Halbwelter- und Weltergewicht geführt wird, hatte für das Duell in Las Vegas kräftig an Muskelmasse zugelegt und bestimmte den Kampf auch. Alle drei Kampfrichter sahen ihn letztlich vorne, wenngleich mit 116:112, 115:113 und 115:113 knapper als nach dem Kampfverlauf erwartet.

Für den zwei Jahre jüngeren Alvarez war es im bereits 68. Profikampf die dritte Niederlage. Zuvor hatte er gegen Floyd Mayweather und Dmitri Biwol verloren. Die Ära des mexikanischen Volkshelden neigt sich dem Ende zu.

Alvarez, der seinen aufgrund seiner rot-braunen Haare erhaltenen Spitznamen Canelo (deutsch: Zimt) längst zum Kampf- und Markennamen gemacht hat, musste gegen Crawford mächtig einstecken. Der Mexikaner, der für sein fast unzerstörbares Kinn berühmt ist, zeigte sich recht unbeeindruckt von den harten Treffern des US-Amerikaners. Doch insgesamt konnte Alvarez zu wenige eigene Aktionen verbuchen.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

FIFA-Machtkampf: Infantino erhält Unterstützung aus Asien

Der von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) anvisierte Sturz Gianni Infantinos wird immer unwahrscheinlicher. Die asiatische Konföderation AFC vollzog im FIFA-Machtkampf eine Kehrtwende und sicherte dem Präsidenten des Weltverbandes ihre Unterstützung für die Wahl im März 2027 in Rabat/Marokko zu. Die AFC hatte sich zunächst mit der UEFA und dem Kontinentalverband für Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) gegen Infantinos inzwischen gescheitertes Investorenvorhaben ausgesprochen.

Zwei Tore, drei Assists: Draisaitl glänzt gegen den Meister

Leon Draisaitl war kaum zu halten, sein kongenialer Partner Connor McDavid ebenfalls - und doch mussten die Edmonton Oilers bis ins Penaltyschießen, um den Meister Carolina Hurricanes zu besiegen. 6:5 nach Shootout hieß es am Ende einer denkwürdigen NHL-Partie, in welcher der deutsche Eishockeystar und McDavid jeweils fünf Scorerpunkte sammelten. Beide trafen zweimal und lieferten drei Assists.

Strecke in Austin "inakzeptabel": Verstappen schlägt Alarm

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat vor der möglichen Titelentscheidung in Austin/Texas die holprige Rennstrecke scharf kritisiert. Der "Circuit of the Americas", auf dem am Wochenende der Große Preis der USA stattfindet, sei "inakzeptabel", sagte der Niederländer vor dem 18. WM-Lauf: "Ich liebe diese Rennstrecke, ich liebe diese Stadt. Es ist eine der schönsten Strecken und einer der besten Orte, an die man kommen kann. Aber die Unebenheiten, die es hier gibt, sind inakzeptabel."

Urteil im Maradona-Prozess am 22. Dezember

Im Prozess um den Tod der argentinischen Fußballlegende Diego Maradona wird das Urteil am 22. Dezember verkündet. Das gab das zuständige Gericht am Donnerstag nach rund sechs Monaten Verhandlungsdauer bekannt. Sieben Mitarbeiter des medizinischen Teams des Weltmeisters von 1986 sind angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, durch fahrlässiges Handeln zum Tod Maradonas beigetragen zu haben.

Textgröße ändern: