Deutsche Tageszeitung - Schalke marschiert und vergrößert Fortunas Krise

Schalke marschiert und vergrößert Fortunas Krise


Schalke marschiert und vergrößert Fortunas Krise
Schalke marschiert und vergrößert Fortunas Krise / Foto: © IMAGO/Kirchner-Media/SID

Schalke 04 hat ausgerechnet dank Kenan Karaman die Tabellenführung in der 2. Bundesliga zementiert und die Krise bei Fortuna Düsseldorf verschärft. Die Königsblauen gewannen beim Nachbarn unterstützt von 20.000 Fans mit 2:0 (1:0), der Ex-Fortune Karaman erzielte dabei die Führung. Für Trainer Markus Anfang dürfte es nun ungemütlich werden.

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Kapitän Karaman per Foulelfmeter (45.+2.) und Vitalie Becker (81.) trafen für Schalke, das nun 34 Punkte auf dem Konto hat. Mehr Zähler nach 15 Spieltagen hatten in der 2. Liga zuletzt die Fortuna und Eintracht Frankfurt in der Saison 2011/12 gesammelt. Düsseldorf (14 Punkte) droht dagegen im Laufe des Wochenendes der Sturz auf einen Abstiegsplatz. Tim Oberdorf sah zu allem Überfluss die Gelb-Rote Karte (55.)

In der ereignisarmen ersten Halbzeit versteckte sich die Fortuna keineswegs, erst kurz vor der Pause übernahm Schalke zunehmend die Kontrolle. Mit Erfolg: Nach einem Foul von Oberdorf an Nikola Katic zeigte Schiedsrichter Felix Prigan (Deizisau) auf den Punkt. Karaman, der von 2018 bis 2021 das Fortuna-Trikot getragen hatte, verwandelte mit einem platzierten Schuss.

Ohne Karaman, der angeschlagen ausgewechselt wurde, drängte Schalke in der zweiten Halbzeit auf das zweite Tor. Nach dem Platzverweis gegen Oberdorf kam Düsseldorf in Unterzahl aber noch einmal auf. Beckers erstes Tor für Schalke beendete die Bemühungen.

Trainer Anfang hatte vor dem Spiel Rückendeckung vom ebenfalls in der Kritik stehenden Sportvorstand Klaus Allofs erhalten. "Ich bin von ihm überzeugt, die Spieler übrigens auch. Ich sehe Fortschritte. Es wäre schön, wenn er seine Arbeit fortführt", sagte Allofs bei Sky. Der 68-Jährige, der am Dienstag seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hatte, fügte an: "Wichtig ist, dass er ohne Belastung arbeiten kann. Das wird das Umfeld entscheiden müssen."

(W.Novokshonov--DTZ)

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