Deutsche Tageszeitung - Nächste WM-Party: DHB-Frauen bereit fürs Viertelfinale

Nächste WM-Party: DHB-Frauen bereit fürs Viertelfinale


Nächste WM-Party: DHB-Frauen bereit fürs Viertelfinale
Nächste WM-Party: DHB-Frauen bereit fürs Viertelfinale / Foto: © IMAGO/nordphoto GmbH/SID

Den Flow behalten, das Viertelfinale kann kommen: Deutschlands Handballerinnen sind nach ihrer nächsten WM-Party bereit für den Medaillenkampf. Die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch setzte ihre Erfolgsserie auch beim Hauptrundenabschluss gegen Spanien fort und ist nach dem 29:25 (13:10) bestens gerüstet für das mit Spannung erwartete K.o.-Spiel am Dienstag.

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Drei Tage vor dem Viertelfinale gegen Olympiasieger Norwegen oder den WM-Neunten Brasilien ließ die DHB-Auswahl am Samstagabend überhaupt nichts anbrennen. Auch Spanien, immerhin Vizeweltmeister von 2019, fand gegen die überragende deutsche Defensive kein Mittel. Und wenn doch mal ein Ball Richtung Tor kam, war wie zuletzt oft die bärenstarke Torfrau Katharina Filter zur Stelle. Zu den besten DHB-Werferinnen avancierten Rückraumspielerin Emily Vogel mit sechs und Kapitänin Antje Döll mit fünf Treffern.

10.522 enthusiastische Fans in der ausverkauften Westfalenhalle in Dortmund sorgten für eine Zuschauer-Bestmarke auf deutschem Boden und feierten die nächste rauschende WM-Party. Nach jetzt sechs klaren Siegen in den sechs Turnierspielen ist das Selbstvertrauen beim deutschen Team riesig. Der Traum von der ersten Medaille seit WM-Bronze 2007 lebt.

Weiter geht es auf dieser Mission für Linksaußen Döll und ihre Mitspielerinnen am Dienstag auf der ganz großen Bühne. Das Viertelfinale wird - erstmals bei dieser WM - im Free-TV zu sehen sein. Das ZDF überträgt das "größte Heimspiel für den deutschen Frauenhandball seit der Heim-WM 1997" (DHB-Vorstandschef Mark Schober), die ARD zeigt dann ein mögliches Halbfinale und Finale.

"Wir werden keinen Zentimeter vom Gas gehen", hatte Gaugisch mit Blick auf das Spanien-Spiel versprochen - und hielt Wort. Obwohl Deutschland schon vorzeitig als Viertelfinalist feststand, machte der Coach keine personellen Experimente und schickte seine bisherige Stammsieben auf die Platte.

Das deutsche Team agierte erneut vor allem in der Abwehr bärenstark. Während Spanien große Mühe hatte, überhaupt zum Abschluss zu kommen, kombinierten sich Emily Vogel und Co. immer wieder sehenswert durch die gegnerischen Reihen. Als Döll mit ihrem dritten Tor im dritten Versuch zum 6:2 (13.) verwandelte, sprangen die Zuschauer begeistert von den Sitzen.

Deutschland blieb am Drücker und baute den Vorsprung auch dank Filter sukzessive aus. 50 Prozent gehaltene Bälle standen bei der Keeperin fünf Minuten vor der Halbzeitpause in der Statistik, auf der Anzeigetafel prangte ein 12:6. Dass Spanien nach vier Treffern in Serie plötzlich bis auf zwei Tore herankam, wurmte Gaugisch sichtlich.

Letzte Zweifel an Sieg Nummer sechs verflüchtigten sich zu Beginn des zweiten Durchgangs schnell. Ein 4:0-Lauf sorgte für ein beruhigendes Polster (17:10). Gaugisch wechselte wie im ganzen Turnierverlauf jetzt viel durch - ohne, dass dabei ein Bruch ins Spiel kam. Als Spanien kurz vor dem Ende doch noch einmal auf 24:27 (56.) verkürzte, nahm Gaugisch eine Auszeit und beruhigte sein Team. Mit Erfolg, der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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