Deutsche Tageszeitung - Vor Berlin-Trip: Moritz Wagner feiert Sieg bei NBA-Comeback

Vor Berlin-Trip: Moritz Wagner feiert Sieg bei NBA-Comeback


Vor Berlin-Trip: Moritz Wagner feiert Sieg bei NBA-Comeback
Vor Berlin-Trip: Moritz Wagner feiert Sieg bei NBA-Comeback / Foto: © SID

Weltmeister Moritz Wagner hat nach mehr als einjähriger Leidenszeit sein Comeback für die Orlando Magic in der Basketball-Profiliga NBA gegeben - und vor dem emotionalen Deutschland-Trip einen knappen Sieg miterlebt. Die Franchise aus Florida gewann ihr Heimspiel gegen die New Orleans Pelicans 128:118 und fuhr damit den 22. Erfolg im 40. Saisonspiel ein.

Textgröße ändern:

"Ich will nicht lügen - etwas kitschig war das schon", sagte Wagner, der unter großen Ovationen ins Spiel gekommen war: "Ich versuche, die Emotionen so gut wie möglich auszublenden. Natürlich bedeutet mir das sehr viel. Ich bin jetzt erleichtert, dass es vorbei ist. Und jetzt können wir einfach so tun, als wäre nichts gewesen."

Wagner, der sich im Dezember 2024 einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und unter anderem im vergangenen Sommer die EM verpasst hatte, kam vier Tage vor dem "Berlin Game 2026" von der Bank insgesamt zehn Minuten zum Einsatz. Dabei verbuchte er acht Punkte sowie zwei Rebounds und zwei Assists.

Nach dem Spiel brach er mit dem Team Richtung deutscher Hauptstadt auf, wo er am Donnerstag (19.30 Uhr/Prime Video) mit Orlando auf die Memphis Grizzlies trifft. Mit auf die Reise ging auch sein seit Anfang Dezember wegen einer Knöchelverletzung pausierender Bruder Franz. Beide sind in Berlin geboren.

"Ich komme so schnell wie möglich zurück. Hoffentlich schon in Berlin", sagte Franz Wagner: "Egal, ob ich spiele oder nicht, es wird für Mo und mich ein ganz besonderer Moment sein. Wir sind als kleine Kinder in diese Halle gegangen und haben den Profis zugeschaut."

Franz Wagner fieberte beim Comeback seines Bruders an der Seitenlinie mit. Europameister Tristan da Silva stand nach seinen Rückenproblemen hingegen wieder auf dem Feld und kam in 19 Minuten auf 16 Punkte.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Metallplatte entfernt: Musiala erneut operiert

Jamal Musiala ist die letzte dunkle Erinnerung an seine karrieregefährdende Verletzung los. Der 23-Jährige hat sich am Donnerstag nur drei Tage nach dem blamablen WM-Aus mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay einer weiteren Operation unterzogen. Das gab der FC Bayern bekannt. Bei dem Eingriff in Murnau wurde dem Münchner Profi laut Bild-Zeitung die Metallplatte im linken Fuß entfernt, die dort nach dem schweren Unfall bei der Klub-WM zur Stabilisierung eingesetzt worden war.

Medien: "Fall Balogun" geht in weitere Runde

Der "Fall Balogun" geht offenbar in eine weitere Runde. Nach Informationen des US-Portals The Athletic bekam Belgiens Fußballverband RBFA vom Weltverband FIFA das Recht auf Berufung eingeräumt. Demnach können die Belgier wie auch der US-Verband (U.S. Soccer) bis Montag 14.00 Uhr MESZ ihre Stellungnahmen abgeben.

UEFA zu "Fall Balogun": "Rote Linie überschritten"

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den Weltverband FIFA beim "Fall Balogun" in selten zuvor erlebter Form kritisiert und von der Überschreitung einer "roten Linie" gesprochen. "Wir bringen unser Unverständnis über eine derart beispiellose, unbegreifliche und nicht zu rechtfertigende Entscheidung zum Ausdruck", schrieb die UEFA in einer Stellungnahme: "Manchmal lassen Regeln Interpretationsspielräume zu. In diesem Fall nicht."

Blatter zum Fall Balogun: "Quo vadis, FIFA?"

Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter (90) sieht nach der Entscheidung des Weltverbands im "Fall Balogun" die Integrität des Fußballs in Gefahr. "Rote Karten werden im Fußball nicht durch politische Interventionen aufgehoben – sondern nach klaren Regeln und durch unabhängige Instanzen", sagte Blatter auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (SID): "Wenn ein US-Präsident beim FIFA-Präsidenten interveniert und danach ein Spieler vor einem WM-Achtelfinale begnadigt wird, stellt sich eine einfache Frage: Quo vadis, FIFA? Der Fußball darf nie zum Spielball der Politik werden."

Textgröße ändern: