Deutsche Tageszeitung - Nächster Paukenschlag: Weidle-Winkelmann Zweite

Nächster Paukenschlag: Weidle-Winkelmann Zweite


Nächster Paukenschlag: Weidle-Winkelmann Zweite
Nächster Paukenschlag: Weidle-Winkelmann Zweite / Foto: © SID

Skirennläuferin Kira Weidle-Winkelmann hat bei der vorletzten Weltcup-Abfahrt vor den Olympischen Spielen erneut für einen Paukenschlag gesorgt. Beim Rennen im italienischen Tarvisio verpasste die 29 Jahre alte Wahl-Münchnerin als Zweite zum zweiten Mal in diesem Winter nur knapp den Sieg. Mannschaftskollegin Emma Aicher wurde sehr gute Fünfte.

Textgröße ändern:

Schneller als Weidle-Winkelmann (+0,20 Sekunden) war auf der Hochgeschwindigkeitspiste in Tarvisio lediglich die Italienerin Nicol Delago, die ihren ersten Weltcup-Sieg feierte. Dritte wurde die große Olympiafavoritin Lindsey Vonn (+0,26), die eine Woche nach ihrem Erfolg in Zauchensee im siebten Speed-Rennen der Saison schon zum sechsten Mal auf das Podest fuhr.

Weidle-Winkelmann verpasste ihren ersten Weltcup-Sieg auf den letzten 15 Fahrsekunden. Bei der letzten Zwischenzeit war sie noch die Schnellste gewesen, 0,06 Sekunden vor der kurz vor ihr gestarteten Delago. Den Fehler, der sie insgesamt 0,26 Sekunden und damit Platz eins kostete, quittierte die gebürtige Schwäbin noch während der Fahrt mit einem deutlich vernehmbaren Fluch.

"Das tut weh, aber letztendlich weiß ich, dass ich dabei bin und es auf jeden Fall möglich ist, ein Rennen zu gewinnen", sagte Weidle-Winkelmann im ZDF. Vorerst musste sie sich mit der achten Podiumsplatzierung ihrer Karriere zufrieden geben, der zweiten der Saison nach Platz zwei bei der Abfahrt im Dezember in Val d'Isere.

Drei Wochen vor der olympischen Abfahrt (8. Februar) zeigte sich Weidle-Winkelmann angetan von ihrer Form. "Grundsätzlich war es eine gute Fahrt, hier und da hab ich einen Fehler gemacht, aber ich bin schon sehr zufrieden", sagte sie. Gutes Vorzeichen mit Blick auf Olympia: Auf der "Olimpia delle Tofane" in Cortina d'Ampezzo hatte Weidle-Winkelmann 2021 WM-Silber gewonnen.

Trotz einer fehlerhaften Fahrt zeigte erneut auch Allrounderin Aicher, dass bei den Olympischen Spielen mit ihr auch in der alpinen Königsdisziplin zu rechnen ist. In der fünften Abfahrt der Saison fuhr sie zum fünften Mal unter die ersten zehn, der fünfte Rang (+0,80) war dabei ihr zweitbestes Resultat nach dem Sieg Mitte Dezember in St. Moritz. "Klar, es geht schneller", sagte sie im ZDF, "aber: Top Ten passt gut."

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Im EM-Becken: Berkhahn sieht "nicht viele Medaillenchancen"

Bundestrainer Bernd Berkhahn hat vor dem Start der Beckenrennen bei der Schwimm-EM in Paris die Erwartungen heruntergeschraubt. "Wenn man sich die Meldeliste anschaut, haben wir nicht viele Medaillenchancen im Becken", sagte der Magdeburger Coach von Olympiasieger Lukas Märtens, "ich hoffe, dass wir diese wenigen nutzen, dass das wirklich gut läuft - und dass ein paar Newcomer durchstarten."

Basketball-WM: Geiselsöder macht gesamte Vorbereitung mit

Luisa Geiselsöder wird die gesamte Vorbereitung auf die anstehende Heim-WM (4. bis 13. September) mit der Basketball-Nationalmannschaft absolvieren. Wie der Deutsche Basketball Bund am Sonntag mitteilte, wird die Schlüsselspielerin auf der Centerposition bereits am Montagabend bei der DBB-Auswahl in Ludwigsburg erwartet. Ermöglicht wurde dies dank der Freigabe durch ihr WNBA-Team Portland Fire.

Trauerflor und Schweigeminute: Inter Miami trauert mit Messi

Inter Miami hat im ersten Spiel nach dem Tod von Lionel Messis Vater Jorge sein tiefes Mitgefühl ausgedrückt. Vor dem Anpfiff des Gruppenspiels im Leagues Cup gegen Monterrey gab es eine Schweigeminute, außerdem liefen alle Spieler mit Trauerflor auf. Messis Nationalmannschaftskollege und guter Freund Rodrigo de Paul zog nach dem Führungstreffer sein Trikot mit der Nummer sieben aus und streifte sich stattdessen Messis Trikot mit der Nummer zehn über.

WTA: Sabalenka scheitert überraschend in Toronto

Topfavoritin Aryna Sabalenka ist beim Masters-Turnier in Toronto überraschend bereits im Achtelfinale gescheitert. Die Weltranglistenerste unterlag der an Position 16 gesetzten Russin Jekaterina Alexandrowa mit 6:7 (3:7), 6:4, 4:6 und musste damit die nächste Enttäuschung verkraften. Damit könnte ihr die Kasachin Jelena Rybakina im Kampf um die Spitzenposition weiter auf die Pelle rücken, die Nummer zwei der Welt trifft am Sonntagabend im Achtelfinale auf Ljudmila Samsonowa.

Textgröße ändern: