Deutsche Tageszeitung - Audi präsentiert ersten Formel-1-Boliden

Audi präsentiert ersten Formel-1-Boliden


Audi präsentiert ersten Formel-1-Boliden
Audi präsentiert ersten Formel-1-Boliden / Foto: © AUDI REVOLUT F1 TEAM/AUDI REVOLUT F1 TEAM

Audi hat den ersten Formel-1-Boliden seiner langen Motorsportgeschichte präsentiert und damit den nächsten Schritt in Richtung Debüt getan. Am Dienstagabend enthüllte das neue deutsche Werksteam das Auto in Berlin – 47 Tage vor dem Saisonstart in Melbourne ging es dabei allerdings nur um die Lackierung, die Rennställe halten ihre "echten" Rennwagen stets so lange wie möglich unter Verschluss.

Textgröße ändern:

"Das ist ein Moment, auf den wir einige Jahre hingearbeitet haben, es fühlt sich fantastisch an", sagte Audi-CEO Gernot Döllner: "Jetzt ist der Tag gekommen, an dem das Team sichtbar wird."

Der R26 ist in Titan, Carbon-Schwarz und Rot gehalten, rot sind auch die Audi-Ringe auf dem Heckflügel, der Motorabdeckung und der Nase. "Jetzt Teil dieses Projekts zu sein, ist etwas Besonderes, was mich stolz und glücklich macht", sagte Nico Hülkenberg dem SID, "aber es geht gerade erst los. Wir wollen Erfolge liefern, es liegt an uns, dafür bin ich hier, dafür sind wir alle hier."

Der deutsche Routinier (38) wird das Fahrerduo mit dem Brasilianer Gabriel Bortoleto (21) bilden, beide fuhren im vergangenen Jahr schon gemeinsam für Sauber. Das Schweizer Team wurde von Audi für den Einstieg übernommen. Die Ziele des deutschen Herstellers sind groß.

"Wir wollen gewinnen. Gleichzeitig wissen wir, dass man nicht über Nacht zu einem Spitzenteam wird", hatte Döllner zuletzt bereits gesagt: "Ab 2030 wollen wir um den Weltmeistertitel kämpfen."

Ab dem ersten Auftritt beim Großen Preis von Australien am 8. März gilt Audi aber erstmal als Außenseiter, als "Herausforderer" des restlichen Feldes bezeichnen sich die Ingolstädter selbst. "Es wird schwierige Zeiten geben, es wird Rückschläge geben", sagte Hülkenberg, "wichtig ist, dass wir gerade am Anfang schnell lernen."

Der deutsche Hersteller tritt von Beginn an mit einem eigenen Motor an, was eine große Herausforderung bedeutet. Zwar musste auch die Konkurrenz um Mercedes und Ferrari einen neuen Hybrid-Antrieb entwerfen – ab diesem Jahr kommt fast die Hälfte der Leistung aus dem Elektromotor – doch anders als Audi konnten sie dabei auf das Know-How der vergangenen Jahre im Wettbewerb bauen.

Die sportlichen Geschicke bei Audi leiten der ehemalige Ferrari-Teamchef Mattia Binotto und der einstige Red-Bull-Mann Jonathan Wheatley. Der Rennwagen entsteht in der langjährigen Sauber-Fabrik in Hinwil, die Motoren werden bei Audi in Neuburg an der Donau gebaut.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Der Weltmeister bleibt: Götze verlängert in Frankfurt

Der Weltmeister bleibt noch zwei Jahre: Mario Götze (33) hat seinen nach der Saison auslaufenden Vertrag bei Eintracht Frankfurt bis zum Sommer 2028 verlängert. Das gab der Tabellensiebte der Fußball-Bundesliga am Mittwoch bekannt. Unter dem neuen Trainer Albert Riera hat Götze allerdings einen schweren Stand.

Dzeko: Wohl keine OP, aber auch keine schnelle Rückkehr

Starstürmer Edin Dzeko hat nach seiner Schulterverletzung vorsichtig Entwarnung gegeben, wird Schalke 04 im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga aber vorerst fehlen. "Der Arm ist nicht so schlimm, eine Operation wird wahrscheinlich nicht nötig sein", sagte der Kapitän von Bosnien-Herzegowina am Mittwoch bei einer Pressekonferenz - um gleich noch eine vorsichtige Prognose hinterherzuschieben: "Ich hoffe, ich bin in einem Monat wieder dabei."

Österreicher Mitter neuer Skisprung-Bundestrainer

Der Österreicher Andreas Mitter wird neuer Bundestrainer der deutschen Skispringer. Der 44-Jährige folgt auf seinen Landsmann Stefan Horngacher, der nach sieben Jahren seinen Abschied verkündet hatte. "Ich freue mich sehr und möchte mein Know-how und meine Erfahrung einbringen", sagte Mitter, ehemaliger Cheftrainer in Finnland und seit 2023 Horngachers Assistent.

Dynamo Dresden trauert um Hans-Jürgen Kreische

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden trauert um seinen Ehrenspielführer Hans-Jürgen Kreische. Wie der Verein mitteilte, verstarb der frühere Nationalspieler der DDR in der Nacht zu Mittwoch im Alter von 78 Jahren. Vor dem kommenden Heimspiel gegen Hertha BSC am Samstagabend (20.30 Uhr/Sky) wird es eine Gedenkminute zu Kreisches Ehren geben. Die Dresdner Mannschaft wird zudem mit Trauerflor auflaufen.

Textgröße ändern: