Deutsche Tageszeitung - Olympia: DSV droht historische Negativbilanz

Olympia: DSV droht historische Negativbilanz


Olympia: DSV droht historische Negativbilanz
Olympia: DSV droht historische Negativbilanz / Foto: © SID

Emma Aicher schlug gleich zweimal zu, Philipp Raimund einmal richtig und dann noch die Mixed-Staffel im Biathlon - aber sonst? Mit bislang nur vier Medaillen (einmal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze) droht dem Deutschen Skiverband bei den Winterspielen von Mailand und Cortina eine historische Negativbilanz.

Textgröße ändern:

Das numerisch schwächste Abschneiden seit der Wiedervereinigung gab es 1992, als in 33 Wettbewerben in Biathlon (sechs), Langlauf (zehn), Nordischer Kombination (zwei), Ski alpin (zehn), Ski-Freestyle (zwei) und Skispringen (drei) insgesamt acht Medaillen gewonnen wurden: Sieben im Biathlon und eine im Alpin. 34 Jahre später gibt es in diesen sechs Sportarten schon 57 Wettbewerbe (11/12/3/10/15/6).

Nach dem Tiefpunkt 1992 war die Ausbeute des DSV bei Winterspielen immer zweistellig. 1994 gab es in 35 Wettbewerben 13 Medaillen, 1998 exakt dieselbe Bilanz. 2002 wurde mit 19 Medaillen in 40 Wettbewerben ein bis heute gültiger Rekord verzeichnet.

Vier Jahre später waren es 18 Plaketten in 42 Entscheidungen, 2010 15 in 44. 2014 reichte es noch für elfmal Edelmetall bei 50 Wettkämpfen, 2018 waren es 16 in 51. Vor vier Jahren in Peking ergatterten die deutschen Athletinnen und Athleten auf Skiern erneut elf Medaillen bei damals 55 Entscheidungen.

In Mailand und Cortina bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten, um das Abschneiden aufzuhübschen. Im Biathlon ruhen die Hoffnungen auf der Frauen-Staffel und Franziska Preuß im Massenstart, im Langlauf wie in der Kombi auf den Teamsprints. Die Alpinen setzen auf Aicher und Lena Dürr im Slalom, die Ski-Freestyler auf die starken Crosser.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Tonali erlöst Italien: WM-Hoffnung lebt

Italien hat den nächsten WM-GAU vorerst abgewendet und sich ins Endspiel um ein Ticket für die Endrunde in Nordamerika gekämpft. Die Squadra Azzurra setzte sich im Playoff-Halbfinale in Bergamo mit Mühe 2:0 (0:0) gegen Nordirland durch und kann sich am Dienstag erstmals seit 2014 für die WM qualifizieren. Das Team von Trainer Gennaro Gattuso muss im Kampf um eine Teilnahme am XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nun auswärts in Wales oder Bosnien und Herzegowina ran.

Eiskunstlauf-WM: Hase/Volodin holen Gold im Paarlauf

Die deutschen Eiskunstläufer Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin haben ihren Traum von WM-Gold erfüllt. Fünf Wochen nach dem Gewinn von Paarlauf-Bronze bei den Olympischen Winterspielen in Mailand veredelten die Berliner ihr starkes Kurzprogramm mit einer überzeugenden Kür und sicherten erstmals den WM-Titel. Nach Bronze (2024) und Silber (2025) hat das Top-Duo der Deutschen Eislauf-Union (DEU) nun einen kompletten WM-Medaillensatz.

DHB-Männer in EM-Qualifikation gegen Hannings Italiener

Die deutschen Handballer haben für die Qualifikation zur EM-Endrunde 2028 (13. bis 30. Januar) in Spanien, Portugal und der Schweiz ein leichtes Los mit pikanter Note erhalten. Die EM- und Olympia-Zweiten treffen in der Gruppe 7 auf Italien und den deutschen Coach Bob Hanning. Die Auslosung der acht Vierergruppen für die Ausscheidungsphase am Donnerstagabend in Lissabon ergab für die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason außer dem Kräftemessen mit dem Team des Geschäftsführers von Meister Füchse Berlin Duelle mit den Underdogs Belgien und der Slowakei.

Traumpass von Güler: WM-Traum der Türkei lebt

Die Türkei darf weiter auf die erste WM-Teilnahme seit 24 Jahren hoffen. Das Team um Kapitän Hakan Calhanoglu setzte sich im Playoff-Halbfinale im Hexenkessel von Istanbul mit 1:0 (0:0) gegen Rumänien durch und spielt am Dienstag um eines der letzten Tickets für die Endrunde im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada. Die Türken müssen dann auswärts ran, Gegner ist entweder die Slowakei oder der Kosovo. Die beiden Nationen treffen am Abend (20.45 Uhr) aufeinander.

Textgröße ändern: