Deutsche Tageszeitung - "Noch nichts erreicht": Dank Heckings "Aura" zum Klassenerhalt?

"Noch nichts erreicht": Dank Heckings "Aura" zum Klassenerhalt?


"Noch nichts erreicht": Dank Heckings "Aura" zum Klassenerhalt?
"Noch nichts erreicht": Dank Heckings "Aura" zum Klassenerhalt? / Foto: © Revierfoto/SID

Dieter Hecking gönnte sich nach dem ersten von drei "Abstiegsfinals" nur einen kurzen Moment des Durchschnaufens. "Es gibt noch nichts zu gratulieren, wir haben noch nichts erreicht", sagte der Trainer des VfL Wolfsburg nach dem 3:1 (1:0) gegen den FC St. Pauli, durch das sich die Wölfe nach einer Horror-Saison doch noch in die Relegation retteten. "Wir haben das Privileg, die Relegation spielen zu dürfen und da müssen wir jetzt den ganzen Fokus drauflegen."

Textgröße ändern:

Mit dem möglichen Gegner wollte sich der Coach vor der Entscheidung in der 2. Bundesliga am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) aber zunächst noch nicht befassen. "Das hat auch uns viel Kraft gekostet, den 16. Platz zu sichern. Ich habe mir noch gar keine Gedanken über einen möglichen Gegner gemacht", sagte Hecking und fügte an: "Ich weiß schon, welche Frage gleich kommt: Nein, ich will nicht nach Hannover, aber vielleicht kommt es so."

In Liga zwei spielen am Sonntag die SV Elversberg (derzeit Zweiter), der Tabellendritte Hannover 96 und der SC Paderborn den zweiten direkten Aufsteiger sowie den Relegationsgegner der Wolfsburger aus. Hecking hat sowohl als Spieler als auch als Trainer eine Vergangenheit in Hannover. "Das werden keine leichten Spiele. Wir müssen zweimal brutalst fokussiert sein in unserer Spielanlage - und wenn uns das gelingt, haben wir vielleicht die Chance, die Liga zu halten", sagte Hecking.

Der Coach hat in Wolfsburg in den vergangenen Wochen die Ruhe zurückgebracht, und er erhielt dafür auch am Millerntor ein Lob. "Es ist einfach die Art, die er ausstrahlt, das Charisma, die Aura, wie man heute sagt", sagte Torschütze Dzenan Pejcinovic. "Er nimmt einfach ein bisschen den Druck weg."

Gegen St. Pauli hatte neben Pejcinovic vor allem Spielmacher Christian Eriksen geglänzt - trotz eines verschossenen Handelfmeters beim Stand von 2:1 aus Sicht der Wölfe. "Nein, ich habe keinen Wunsch, wir nehmen jeden Gegner. Sie hatten eine gute Saison, wenn sie Dritter in der 2. Bundesliga sind", sagte der Stareinkauf: "Wir werden das Spiel sehr ernst nehmen und mit dem Glauben an den Sieg angehen. Das müssen wir noch zweimal tun und dann haben wir schöne Ferien."

Die Relegationsspiele finden am Donnerstag und am Pfingstmontag statt. Die Wolfsburger müssen zunächst zu Hause ran, die Entscheidung fällt auswärts.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Nach WM-Gold: Springreiter Vogel erstmals Weltranglistenerster

Springreiter Richard Vogel ist erstmals in seiner Karriere Nummer eins der Weltrangliste. Der 29 Jahre alte Europameister zog durch seinen WM-Erfolg mit der deutschen Mannschaft in Aachen und seinen Sieg beim Grand Prix in Brüssel in den "Longines Rankings" am bislang führenden US-Amerikaner Kent Farrington vorbei. Farrington hatte bei der WM gefehlt.

Berliner Senat hält Herthas Stadionstandort an der Jesse-Owens-Allee für geeignet

Eine Expertenkommission des Berliner Senats hat den von Hertha BSC gewünschten Standort an der Jesse-Owens-Allee im Olympiapark grundsätzlich für einen Stadionneubau geeignet erklärt.

Dzeko tritt aus Bosniens Nationalmannschaft zurück

Schalke-Stürmer Edin Dzeko beendet seine Karriere in der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina. Das gab der 40-Jährige am Donnerstag in den Sozialen Netzwerken bekannt. Demnach werde er am 2. Oktober in der Nations League gegen Schweden sein "nächstes und finales Match für unsere Nationalmannschaft bestreiten", schrieb Dzeko. Der Angreifer und Rekordspieler seines Landes absolviert dann sein 152. Länderspiel, im Nationaltrikot erzielte er bisher 73 Tore.

Cousins startet: Raiders setzen "Nr. 1" Mendoza auf die Bank

Nach einer Horrorsaison waren die Las Vegas Raiders im Draft der National Football League (NFL) an Position eins dran, doch der auserwählte Fernando Mendoza ist beim Saisonauftakt nur Zuschauer. Anstelle des jungen Quarterbacks wird Routinier Kirk Cousins am 13. September gegen die Miami Dolphins auflaufen, das gab der neue Headcoach Klint Kubiak bekannt.

Textgröße ändern: