Deutsche Tageszeitung - Volleyball: Dachau zieht sich aus Bundesliga zurück

Volleyball: Dachau zieht sich aus Bundesliga zurück


Volleyball: Dachau zieht sich aus Bundesliga zurück
Volleyball: Dachau zieht sich aus Bundesliga zurück / Foto: © picture-alliance/Eibner-Pressefoto/SID

Die Volleyballer des ASV Dachau werden in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga antreten. Die Entscheidung, sich aus dem Oberhaus zurückzuziehen, sei "in enger Abstimmung zwischen dem Führungsteam der Volleyballabteilung und dem Vorstand des Hauptvereins getroffen" worden und "Teil einer langfristig angelegten Strategie zur nachhaltigen Weiterentwicklung" des Standorts, teilte der Klub am Dienstag mit.

Textgröße ändern:

"Wir gehen einen Schritt zurück, um zwei nach vorne zu gehen. Diese Entscheidung ist nicht leicht, aber sie ist die richtige", sagte Abteilungsleiter Denis Werner. Man wolle ein Umfeld bauen, "in dem Leistungssport langfristig funktioniert, nicht nur eine Saison lang".

Kim Oszvald-Renkema, Geschäftsführerin der Volleyball Bundesliga (VBL), bedauerte die Entscheidung, die gleichzeitig "angesichts der Rahmenbedingungen am Standort nachvollziehbar" sei. Die Neuorientierung Dachaus sei dabei "kein Ausdruck einer strukturellen Entwicklung im deutschen Männer-Volleyball", betonte Oszvald-Renkema. Die Bundesliga sei insgesamt stabil aufgestellt und verzeichne "in zentralen Kennzahlen wie Zuschauerinteresse, Reichweite und wirtschaftlicher Entwicklung weiterhin eine positive Entwicklung".

Die Entscheidung Dachaus basiere "auf einer umfassenden Analyse der sportlichen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen am Standort", hieß es in der Mitteilung. So habe man unter anderem das Budget der vergangenen Erstliga-Saison nicht in vollem Umfang sichern können. Zudem hätte "der Wegfall eines Hauptsponsors sowie die deutliche Reduzierung eines weiteren Engagements" eine Kaderplanung auf Erstliga-Niveau "nur unter erheblichen Einschränkungen ermöglicht". Des Weiteren nannte der ASV die verbesserungswürdige sportliche Infrastruktur als Grund sowie den organisatorischen Aufwand einer Bundesligasaison, der von einem begrenzten Kreis an Ehrenamtlichen getragen worden sei.

Der Verein wolle sich nun "in den kommenden Jahren die Voraussetzungen erarbeiten, um perspektivisch in die 1. Bundesliga zurückzukehren und sich dort langfristig zu etablieren". Dachau war 2023 in die Bundesliga aufgestiegen, in der abgelaufenen Spielzeit hatte die Mannschaft in der aus 15 Teams bestehenden Spielklasse Platz zwölf belegt.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

NFL: Deutsches Quintett im Practice Squad

Nach dem Aus bei der letzten Kaderreduzierung dürfen sich fünf deutsche Footballprofis weiter Hoffnungen auf Einsätze in der US-Profiliga NFL machen. Lorenz Metz, Paul Rubelt, Julius Welschof, Kilian Zierer sowie Niklas Henning wurden in Practice Squads aufgenommen und haben damit die Chance, es über diesen Weg vor Spieltagen ins Aufgebot zu schaffen.

Hoeneß über Messi-Abschied: "Total richtig"

Für Uli Hoeneß (74) ist Lionel Messi "der Allergrößte", doch sein Abschied aus der argentinischen Nationalmannschaft wurde laut des Bayern-Patrons auch allmählich Zeit. "Ich finde es total richtig, dass er jetzt aufhört", sagte Hoeneß in Hamburg, wo er von der Sport Bild für seine Lebenswerk geehrt wurde: "Auf die Dauer macht es natürlich keinen Sinn, dass zehn Mann laufen müssen, damit er mitspielen kann."

Oberdorf nach Comeback: "Habe es echt vermisst"

Mit einem Blumenstrauß in der Hand, den ihre Freundin ihr ins Stadion hatte liefern lassen, versuchte Lena Oberdorf, ihre Gefühle zu sortieren: "Ich war bei der Einwechslung ein bisschen emotional, ich hatte ein bisschen Tränen in den Augen, ich musste mich kurz straffen", berichtete sie bei Sport1. 316 Tage, nachdem sie zum zweiten Mal innerhalb von 15 Monate einen Kreuzbandriss erlitten hatte, war Oberdorf zuvor für den FC Bayern auf den Platz zurückgekehrt - und zeigte sich nach ihrer Einwechslung in der 71. Minute beim 2:0 (1:0)-Sieg in der Bundesliga am Montag über Mainz 05 "einfach nur happy."

"Dirigent" Wawrinka verabschiedet sich von der Grand-Slam-Bühne

Stan Wawrinka blickte mit Tränen in den Augen auf das Tributvideo auf der großen Leinwand, dann versuchte er, seine Emotionen in Worte zu fassen. "Ich habe über die Jahre so viel Support und Liebe hier erfahren. Es war immer besonders", sagte der Schweizer Tennisstar, nachdem seine Grand-Slam-Karriere trotz der Dreisatzniederlage gegen Matteo Berrettini bei den US Open ein würdiges Ende gefunden hatte.

Textgröße ändern: