Deutsche Tageszeitung - Böser Torwartpatzer: Spanien weiter, Uruguay raus

Böser Torwartpatzer: Spanien weiter, Uruguay raus


Böser Torwartpatzer: Spanien weiter, Uruguay raus
Böser Torwartpatzer: Spanien weiter, Uruguay raus / Foto: © SID

Viel Mühe, kein Zauber: Dank eines schlimmen Torwartpatzers ist Spanien bei der WM in die K.o.-Phase eingezogen - beim tristen 1:0 (1:0) gegen Uruguay konnten Lamine Yamal und Co. aber kein weiteres Selbstvertrauen für die Jagd nach dem Titel sammeln. Der Treffer für "La Furia Roja" durch Alex Baena (42.) war ein Geschenk von Uruguays Keeper Fernando Muslera, ansonsten geizte der Europameister in Guadalajara zum Abschluss der Gruppenphase vor den Augen von König Felipe VI. aber mit packenden Offensivaktionen.

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Durch das 1:0 sicherte sich Spanien mit sieben Punkten Platz eins in Gruppe H und trifft im Sechzehntelfinale nun auf den Zweiten der Gruppe J - Gegner könnte am Donnerstag damit womöglich Österreich mit Nationaltrainer Ralf Rangnick sein.

Für Uruguay endete die WM erneut in einem Debakel, die "Celeste" um Kapitän Federico Valverde von Real Madrid fährt nach drei enttäuschenden Auftritten wie vor vier Jahren bereits nach der Vorrunde nach Hause, im Land des Ex-Weltmeisters rumort es gewaltig. Kurz vor Schluss sah Agustin Canobbio wegen eines brutalen Einsteigens die Rote Karte (90.+4).

Vor den Augen des spanischen Monarchen tat sich der Favorit lange schwer, die Ballkünstler des Mitfavoriten leisteten sich überraschend viele kleine Fehler im Spielaufbau. Das lag vermutlich aber auch an den sehr bissigen, sehr aggressiven Uruguayern - für die Südamerikaner ging es schließlich um alles.

Umso größer war der Schock, als Keeper Muslera kurz vor der Halbzeit erneut bei dieser WM böse patzte. Beim Schüsschen von Baena war der 40-Jährige zwar noch dran, doch der nicht besonders gefährliche Ball trudelte ins Tor. Uruguays Trainer Marcelo Bielsa wechselte Muslera zur Strafe aus, zur zweiten Halbzeit ersetzte Sergio Rochet den Oldie.

Uruguay wurde vor 45.065 mit der Zeit immer verzweifelter und wütender, sie stiegen teilweise überhart in die Zweikämpfe ein und versuchten Spanien so zu knacken. Ihr Sturm und Drang führte zwangsläufig zu mehr Lücken in der Abwehr - doch Spaniens Offensivmaschine wollte nicht so recht in Gang kommen. Viele Konter wurden zu unsauber ausgespielt, einmal traf Ferran Torres (86.) allein vor dem Tor nur die Latte.

So blieb es bis zum Ende spannend. Doch dann war klar: Spanien spielt weiter um den Titel, Uruguay fliegt nach Hause.

(A.Stefanowych--DTZ)

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