Deutsche Tageszeitung - Nasa verschiebt Start ihrer Mondmission für unbestimmt Zeit

Nasa verschiebt Start ihrer Mondmission für unbestimmt Zeit


Nasa verschiebt Start ihrer Mondmission für unbestimmt Zeit
Nasa verschiebt Start ihrer Mondmission für unbestimmt Zeit / Foto: © AFP

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den Start ihrer Mondmission Artemis 1 für unbestimmte Zeit verschoben. Ein für Samstag geplanter zweiter Startversuch wurde wegen eines Treibstofflecks kurzfristig abgesagt. Das noch bis Dienstag bestehende Startfenster sei "nicht mehr auf dem Tisch", sagte wenig später Nasa-Manager Jim Free. Einen neuen Termin nannte er nicht.

Textgröße ändern:

Bereits am Montag war der Jungfernflug der neuen US-Mondrakete kurz vor dem geplanten Start in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgeblasen worden - ebenfalls wegen eines Treibstofflecks. Zudem hatte ein Sensor angezeigt, dass eines der Triebwerke der Rakete zu heißgelaufen war.

Die nächsten Startfenster sind vom 19. September bis zum 4. Oktober und vom 17. bis 31. Oktober. Laut dem Nasa-Manager Bill Nelson kann der Artemis-Start womöglich erst in der zweiten Oktoberhälfte stattfinden, da der Weltraumbahnhof in Cape Canaveral Anfang Oktober für eine Reise zur Internationalen Raumstation (ISS) gebraucht werde.

Die Nasa teilte zum jüngsten Treibstoffleck mit, vielfache Versuche der Fehlerbehebung hätten zunächst keinen Erfolg gehabt. Der Astronaut Victor Glover nannte die Verschiebung des Starts "die richtige Entscheidung".

50 Jahre nach der bislang letzten Mondlandung will die Nasa mit der Artemis-1-Mission erneute Reisen von Menschen zum Erdtrabanten vorbereiten. Die SLS-Rakete soll eine unbemannte Orion-Kapsel ins All bringen. Danach soll die Kapsel den Mond in rund hundert Kilometern Entfernung umkreisen. Anschließend soll sie bis zu 64.000 Kilometer hinter den Mond vordringen - das wäre ein Rekord für ein Raumschiff, das Menschen befördern soll.

Die Artemis-1-Mission soll mehrere Wochen dauern. Deutschland leistet unter anderem mit dem hauptsächlich hierzulande gebauten Service- und Antriebsmodul von Orion einen Beitrag zu der Nasa-Mission. Das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln fertigte zwei menschenähnliche Puppen für die Mission an, mit denen die Flugbedingungen getestet werden.

Die Folgemission Artemis 2 soll Astronauten in eine Mond-Umlaufbahn bringen. Mit Artemis 3 soll dann frühestens 2025 die Mondlandung glücken.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Wissenschaftler: Intensität der derzeitigen Hitzewelle hängt "eindeutig" mit Klimawandel zusammen

Die Intensität der derzeitigen Hitzewelle in Europa hängt nach Einschätzung einer Wissenschaftlergruppe mit dem Klimawandel zusammen. "Der Klimawandel ist eindeutig dafür verantwortlich", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA). Die natürliche Wärmephase durch das Wetterphänomen El Niño spiele hingegen "keine Rolle bei der Steigerung der Hitze". Die derzeitigen extrem hohen Temperaturen am Tag und in der Nacht wären den Forschern zufolge zu diesem Zeitpunkt im Jahr vor 50 Jahren "praktisch unmöglich" gewesen.

Wenn Daten das Bauchgefühl schlagen

Was Unternehmen vom größten Sportdatenprojekt der Fußballgeschichte lernen können

Tusk ruft Polen und Ukrainer zu "gegenseitigem Respekt" angesichts der Geschichte auf

Angesichts des jüngsten Streits um die Weltkriegsvergangenheit hat der polnische Ministerpräsident Donald Tusk seine Landsleute und die Ukrainer zu "gegenseitigem Respekt" aufgerufen. "Wir können die Zukunft nur auf der Wahrheit, dem gegenseitigen Repekt und dem Verständnis der Geschichte aufbauen", sagte Tusk am Donnerstag bei der Eröffnung der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig.

Zahl der vergebenen Deutschlandstipendien leicht gestiegen

Die Zahl der mit einem Deutschlandstipendium geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten ist leicht um 1,5 Prozent gestiegen. 2025 erhielten 33.500 Studierende ein solches Stipendium, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Ihr Anteil an allen Studierenden lag im Wintersemester 2025/2026 voraussichtlich bei 1,2 Prozent. Mit dem Deutschlandstipendium werden seit 2011 Studierende gefördert, deren Werdegang herausragende Leistungen im Studium und Beruf erwarten lassen.

Textgröße ändern: