Deutsche Tageszeitung - Lebenshilfe fordert Anerkennung von Menschen mit Behinderung als NS-Verfolgte

Lebenshilfe fordert Anerkennung von Menschen mit Behinderung als NS-Verfolgte


Lebenshilfe fordert Anerkennung von Menschen mit Behinderung als NS-Verfolgte
Lebenshilfe fordert Anerkennung von Menschen mit Behinderung als NS-Verfolgte / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hat gefordert, in der NS-Zeit ermordete Menschen mit Behinderung offiziell als Verfolgte des Nazi-Regimes anzuerkennen. "78 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es keinen einzigen historischen Grund, den Opfern von 'Euthanasie' und Zwangssterilisation den Verfolgten-Status zu verweigern", erklärte der Verband am Dienstag in Berlin anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar.

Textgröße ändern:

Durch die Nichtanerkennung würden die Betroffenen "bis zum heutigen Tag zu Opfern zweiter Klasse gemacht", erklärte die Vorsitzende der Lebenshilfe, die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Sie forderte den Bundestag auf, dies zu ändern.

Die Lebenshilfe wies darauf hin, dass von 1939 bis 1945 im Herrschaftsbereich der Nationalsozialisten rund 300.000 kranke und behinderte Menschen als angebliche "Ballastexistenzen" oder "Volksschädlinge" im Rahmen der sogenannten T4-Aktion umgebracht wurden. Davon betroffene Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung wie auch mit psychischen Erkrankungen müssten deshalb ebenso als Verfolgte des Nazi-Regimes anerkannt werden wie andere Opfergruppen, verlangte die Lebenshilfe.

Als NS-Opfer anerkannt worden waren nach dem Ende der NS-Zeit zunächst nur Menschen, die "aus Gründen der Rasse, des Glaubens oder der Weltanschauung" verfolgt worden waren. Nur diese hatten auch Anspruch auf Entschädigungen. Später gab es im Rahmen von Härtefallfonds zusätzliche Entschädigungen insbesondere auch für Sinti und Roma und Homosexuelle, allerdings in geringerem Umfang. Andere Opfergruppen blieben jedoch bis heute außen vor.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Brand in historischer Burg in Thüringen: Tierbisse an Stromkabel mögliche Ursache

Der Brand der mehr als 800 Jahre alten Runneburg in Thüringen ist nach ersten Erkenntnissen womöglich durch Tierbisse an einer Stromleitung verursacht worden. Wie die Polizei in Erfurt am Freitag mitteilte, lokalisierten Brandermittler die wahrscheinliche Ursache in einem ungenutzten Lagerraum. Dort habe es einen technischen Defekt an einer Stromleitung gegeben, die zuvor wohl von einem "Schadnager" angenagt worden sei.

Lange verschollener Hut von Napoleon erstmals öffentlich zu sehen

Ein mehr als hundert Jahre lang verschollener Hut des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte ist ab Juni erstmals öffentlich in Frankreich zu sehen: Der Zweispitz ist das Herzstück einer Ausstellung über Napoleons Schwester Caroline Murat in Chantilly nördlich von Paris. Es handle sich um ein "absolut einmaliges" Stück, schwärmte sein Wiederentdecker Jean-Guillaume Parich vom Pariser Musée de l'Armée am Donnerstag bei der Präsentation des Hutes.

Brand in historischer Runneburg in Thüringen verursacht massiven Schaden

Ein Brand hat die mehr als 800 Jahre alte Runneburg in Thüringen schwer beschädigt. Wie die Polizei in Erfurt mitteilte, brach das Großfeuer am späteren Mittwochabend in der mittelalterlichen Burganlage in der Gemeinde Weißensee aus und verursachte nach ersten Erkenntnissen mutmaßlich erheblichen Sachschaden. Die Löscharbeiten dauerten demnach Stunden. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen offenbar niemand.

In den USA abgebaute und raffinierte Metalle sowie Seltenerdelemente sollen im Rahmen einer historischen Vereinbarung zwischen American Strategic Minerals und Datavault AI tokenisiert werden

Partnerschaft ebnet den Weg für die Einführung einer internationalen Rohstoffbörse auf Basis einer patentierten KI-PlattformDatavault AI und American Strategic Minerals starten mit der Prägung von bis zu 2 Milliarden $ an durch raffiniertes Antimon gedeckten Stablecoins; darauf folgt die strategische Entwicklung zukünftiger Projekte in den Bereichen Silber, Gold und anderen in den USA raffinierten Seltenen Erden, auf die die Unternehmen ihre Expansion ausgerichtet haben

Textgröße ändern: