Deutsche Tageszeitung - X-Konkurrent Threads gibt es nun auch als Web-Version

X-Konkurrent Threads gibt es nun auch als Web-Version


X-Konkurrent Threads gibt es nun auch als Web-Version
X-Konkurrent Threads gibt es nun auch als Web-Version / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Die im Juli als Konkurrenz zu X (ehemals Twitter) vom Facebook-Mutterkonzern Meta aus der Taufe gehobene Kurznachrichten-App Threads ist nun auch als Web-Version für den Computer verfügbar. "Threads.net ist jetzt für alle live", erklärte Adam Mosseri, Chef des ebenfalls zu Meta gehörenden Onlinediensts Instagram und Leiter von Threads, am Donnerstag. "Lassen Sie uns wissen, was Sie davon halten", fügte er hinzu.

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Bislang war Threads nur als mobile App für Smartphones verfügbar. Mit der neuen Web-Version zielt Meta vor allem auf Berufsgruppen ab, die am Computer arbeiten und Onlinedienste vorwiegend während ihrer Arbeitszeit nutzen. Damit erhofft sich Threads nach einem unter den Erwartungen zurückgebliebenen Start zahlreiche neue Nutzer.

"Das Threads-Team arbeitet hart daran, das Web-Erlebnis auf das gleiche Niveau wie auf dem Handy zu bringen und wird in den kommenden Wochen weitere Funktionen hinzufügen", sagte ein Sprecher.

Als Meta die App Anfang Juli auf den Markt brachte, wurden mehr als eine Milliarde Instagram-Nutzer zum Download aufgefordert. Dies trug dazu bei, dass Threads innerhalb von fünf Tagen die Marke von 100 Millionen Nutzern knackte und die am schnellsten heruntergeladene App aller Zeiten wurde.

Die anfängliche Begeisterung ließ jedoch rasch nach - User forderten unter anderem eine Web-Version und weitere Verbesserungen. Auch die Prominenten, die Threads anfangs privilegiert nutzen durften - etwa US-Sängerin Jennifer Lopez oder American-Football-Star Tom Brady - posteten dort bald nur noch selten. Laut Daten des IT-Unternehmens Similarweb nutzen derzeit durchschnittlich 10,3 Millionen Nutzer pro Tag Threads, kurz nach dem Start der App waren es noch 49,3 Millionen.

Threads ist in den Stores von Apple und Android in 100 Ländern verfügbar, allerdings bislang noch nicht in Europa. Hier verzögert sich der Start angesichts der Datenschutz-Richtlinien in der EU und der noch ausstehenden Zustimmung aus Brüssel.

(V.Sørensen--DTZ)

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