Deutsche Tageszeitung - ChatGPT-Entwickler OpenAI will Vielzahl von maßgeschneiderten KI-Anwendungen

ChatGPT-Entwickler OpenAI will Vielzahl von maßgeschneiderten KI-Anwendungen


ChatGPT-Entwickler OpenAI will Vielzahl von maßgeschneiderten KI-Anwendungen
ChatGPT-Entwickler OpenAI will Vielzahl von maßgeschneiderten KI-Anwendungen / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Der Entwickler des Chatbots ChatGPT, OpenAI, will eine Vielzahl maßgeschneiderter Anwendungen von Künstlicher Intelligenz ermöglichen. "Wir werden in der Lage sein, mehr zu tun, mehr zu erschaffen und mehr zu haben", sagte OpenAI-Chef Sam Altman am Montag bei der ersten Entwicklerkonferenz von OpenAI in San Francisco. "Wenn Intelligenz überall integriert ist, werden wir alle auf Abruf Superkräfte haben."

Textgröße ändern:

Derzeit nutzen nach Angaben von OpenAI mehr als zwei Millionen Entwickler ChatGPT, insgesamt mehr als 100 Millionen Menschen gebrauchen demnach jede Woche die Plattform. Nun sollen Nutzer maßgeschneiderte Anwendungen - sogenannte "GPTs" - erschaffen können, die auf einzelne Bereiche spezialisiert sind, etwa für Tipps für Geschäftsverhandlungen oder für das Entfernen von Flecken aus Kleidungsstücken.

"Jeder kann ganz einfach sein eigenes GPT bauen - dafür ist kein Programmieren nötig", erklärte OpenAI in einem Blog-Artikel. "Sie können sie für sich selbst, nur für die interne Nutzung Ihres Unternehmens oder für jeden machen." OpenAI will außerdem einen GPT-Store vergleichbar mit Online-Marktplätzen für Spiele und Apps eröffnen. Entwickler sollen abhängig davon, wieviele Menschen ihre GPTs nutzen, Geld verdienen können.

OpenAI-Chef Altman kündigte auch eine "Turbo"-Version von ChatGPT an. "Es ist ein schlaueres Modell", sagte er am Montag bei der Entwicklerkonferenz.

ChatGPT war vor rund einem Jahr an den Start gegangen. Das Programm ist in der Lage, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) aus sehr kurzen Eingabeaufforderungen beispielsweise Essays, Gedichte oder Unterhaltungen zu generieren. ChatGPT machte die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz damit schlagartig einem großen Publikum bewusst - was auch zu Befürchtungen zum Potenzial von KI geführt hat.

Zahlreiche Unternehmen wie Microsoft und Google arbeiten an Künstlicher Intelligenz. Das KI-Startup-Unternehmen xAI von High-Tech-Milliardär Elon Musk stellte am Wochenende sein erstes Programm mit dem Namen Grok vor.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Infineon stockt Investitionen in neue Halbleiterfabrik wegen KI-Booms auf

Wegen des Booms bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) stockt der Halbleiterhersteller Infineon seine Investitionen deutlich auf. Wie Infineon am Mittwoch ankündigte, sind im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September in diesem Bereich nun Investitionen in Höhe von rund 2,7 Milliarden Euro vorgesehen - eine halbe Milliarde Euro mehr als bisher geplant. Ein großer Teil davon soll demnach auf einen "schnelleren Hochlauf" der Halbleiterfabrik "Smart Power Fab" in Dresden entfallen.

Telekom eröffnet mit Nvidia ausgebautes KI-Rechenzentrum in München

Die Deutsche Telekom nimmt am Mittwoch in München eine der nach ihren Angaben "größten KI-Fabriken in Europa" in Betrieb. An der Eröffnungszeremonie nimmt auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) teil und hält um 15.00 Uhr eine Rede. Die Telekom baute die Rechenfabrik zusammen mit dem US-Chiphersteller Nvidia aus, maßgeblich beteiligt ist zudem der SAP-Konzern, der Softwarelösungen beisteuert.

Immuntherapie von Axon Neuroscience für eine bahnbrechende klinische Studie zur Kombinationstherapie bei Alzheimer in den USA ausgewählt, die mit einer Förderung in Höhe von 151 Mio. USD unterstützt wird

Die aktive Tau-Immuntherapie AADvac1 von Axon Neuroscience wurde als erste auf Tau ausgerichtete Therapie für eine bahnbrechende klinische Phase-2-Studie zu Alzheimer in den USA (unterstützt durch eine Förderung in Höhe von 151 Mio. USD) und gleichzeitig für eine neue Plattformstudie zur progressiven supranukleären Lähmung (PSP) (unterstützt durch eine Förderung in Höhe von 75 Mio. USD) ausgewählt

Fusion von KI-Firma xAI mit SpaceX: Musk will Datenzentren im Weltall schaffen

Der Milliardär Elon Musk will Datenzentren im Weltall schaffen und hat dafür zwei seiner Unternehmen zusammengelegt: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX übernahm die Firma xAI, die sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigt. SpaceX plane, Satelliten im Weltraum als Datenzentren einzusetzen und mit ihrer Hilfe Solarenergie zu produzieren, um den wachsenden Energiebedarf der KI-Infrastruktur auf der Erde abzudecken, erklärte Musk am Montag. Das Projekt sei "der ehrgeizigste Innovationsmotor auf (und über) der Erde".

Textgröße ändern: