Deutsche Tageszeitung - Fusion von KI-Firma xAI mit SpaceX: Musk will Datenzentren im Weltall schaffen

Fusion von KI-Firma xAI mit SpaceX: Musk will Datenzentren im Weltall schaffen


Fusion von KI-Firma xAI mit SpaceX: Musk will Datenzentren im Weltall schaffen
Fusion von KI-Firma xAI mit SpaceX: Musk will Datenzentren im Weltall schaffen / Foto: © AFP/Archiv

Der Milliardär Elon Musk will Datenzentren im Weltall schaffen und hat dafür zwei seiner Unternehmen zusammengelegt: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX übernahm die Firma xAI, die sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigt. SpaceX plane, Satelliten im Weltraum als Datenzentren einzusetzen und mit ihrer Hilfe Solarenergie zu produzieren, um den wachsenden Energiebedarf der KI-Infrastruktur auf der Erde abzudecken, erklärte Musk am Montag. Das Projekt sei "der ehrgeizigste Innovationsmotor auf (und über) der Erde".

Textgröße ändern:

Der KI-Energiebedarf könne auf der Erde ohne Belastungen für Menschen und die Umwelt nicht abgedeckt werden, erklärte der in Südafrika geborene Geschäftsmann mit kanadischer und US-Staatsbürgerschaft. "Durch die direkte Nutzung nahezu konstanter Solarenergie bei geringen Betriebs- und Wartungskosten werden diese Satelliten unsere Fähigkeit, Rechenleistung zu skalieren, transformieren", fügte er hinzu.

SpaceX plant demnach den Start von einer Million Satelliten als Datenzentren. Dabei soll die Starship-Rakete des Raumfahrtunternehmens zum Einsatz kommen: Sie soll künftig einmal pro Stunde starten können und dabei eine Nutzlast von 200 Tonnen mit sich führen.

Musk gab keinen Zeitplan für die ersten Satellitenstarts bekannt und nannte keine finanziellen Eckdaten der Übernahme. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge hätte das zusammengelegte Unternehmen einen Wert von 1,25 Billionen Dollar (1,06 Billionen Euro). Die Datenzentren im All werden es Musk zufolge ermöglichen, autonome "selbstwachsende Basen auf dem Mond" zu schaffen sowie eine "ganze Zivilisation auf dem Mars und schließlich eine Expansion ins Universum".

SpaceX betreibt das Satellitennetzwerk Starlink und dominiert den Raumfahrtmarkt mit seinen wiederverwendbaren Raketen. Die 123 Meter hohe Starship-Rakete ist das Vorzeigeprojekt von SpaceX. Das Unternehmen hat lukrative Verträge mit der US-Raumfahrtagentur Nasa abgeschlossen. Ende 2025 wurde der Wert von SpaceX auf 800 Milliarden Dollar geschätzt. Konkurrenz macht dem Unternehmen die Rakete des Konzerns Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Im Juni plant SpaceX US-Medienberichten zufolge seinen Börsengang. Musk will demnach die Rekordsumme von 50 Milliarden Dollar (rund 42 Milliarden Euro) einsammeln.

xAI, das 2022 Musks Onlinenetzwerk X übernahm, stand zuletzt wegen des umstrittenen Chatbots Grok in der Kritik. Bei einer Kapitalbeschaffungsrunde im Januar wurde das KI-Unternehmen mit 230 Milliarden Dollar bewertet.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Wissenschaftler: Intensität der derzeitigen Hitzewelle hängt "eindeutig" mit Klimawandel zusammen

Die Intensität der derzeitigen Hitzewelle in Europa hängt nach Einschätzung einer Wissenschaftlergruppe mit dem Klimawandel zusammen. "Der Klimawandel ist eindeutig dafür verantwortlich", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA). Die natürliche Wärmephase durch das Wetterphänomen El Niño spiele hingegen "keine Rolle bei der Steigerung der Hitze". Die derzeitigen extrem hohen Temperaturen am Tag und in der Nacht wären den Forschern zufolge zu diesem Zeitpunkt im Jahr vor 50 Jahren "praktisch unmöglich" gewesen.

Wenn Daten das Bauchgefühl schlagen

Was Unternehmen vom größten Sportdatenprojekt der Fußballgeschichte lernen können

Tusk ruft Polen und Ukrainer zu "gegenseitigem Respekt" angesichts der Geschichte auf

Angesichts des jüngsten Streits um die Weltkriegsvergangenheit hat der polnische Ministerpräsident Donald Tusk seine Landsleute und die Ukrainer zu "gegenseitigem Respekt" aufgerufen. "Wir können die Zukunft nur auf der Wahrheit, dem gegenseitigen Repekt und dem Verständnis der Geschichte aufbauen", sagte Tusk am Donnerstag bei der Eröffnung der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig.

Zahl der vergebenen Deutschlandstipendien leicht gestiegen

Die Zahl der mit einem Deutschlandstipendium geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten ist leicht um 1,5 Prozent gestiegen. 2025 erhielten 33.500 Studierende ein solches Stipendium, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Ihr Anteil an allen Studierenden lag im Wintersemester 2025/2026 voraussichtlich bei 1,2 Prozent. Mit dem Deutschlandstipendium werden seit 2011 Studierende gefördert, deren Werdegang herausragende Leistungen im Studium und Beruf erwarten lassen.

Textgröße ändern: