Deutsche Tageszeitung - Daten von Messbojen ausgewertet: Extremwellen in Nordsee häufiger als gedacht

Daten von Messbojen ausgewertet: Extremwellen in Nordsee häufiger als gedacht


Daten von Messbojen ausgewertet: Extremwellen in Nordsee häufiger als gedacht

Extrem hohe Wellen sind in der deutschen Nordsee nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern häufiger als gedacht. Eine von etwa 5800 Wellen vor der Insel Norderney sei eine sogenannte Monsterwelle oder Freak Wave, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Mittwoch in Hamburg unter Berufung auf Bojenmessungen im Rahmen eines Forschungsprojekts mitteilte. Extremwellen kämen in dem Seegebiet insgesamt öfter vor als theoretisch vorhergesagt.

Textgröße ändern:

So genannte Freak Waves sind plötzlich auftretende sehr steile Wellen, die mindestens doppelt so hoch sind wie der Seegang um sie herum. Sie werden weltweit beobachtet und stellen eine Gefahr für Schiffe dar. Sie gelten als mutmaßliche Ursache für zahlreiche Havarien und Schiffsverluste. Laut BSH werden weltweit pro Woche durchschnittlich zwei bis drei Wellenwände dieser Art dokumentiert. Im Nordatlantik treten Extremwellen besonders häufig auf.

Die Mechanismen hinter der Entstehung von Monsterwellen werden noch immer erforscht. Laut BSH lieferte die gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon im schleswig-holsteinische Geesthacht initiierte Studie Erkenntnisse, dass die starken Gezeitenströmungen in der Nordsee die Wahrscheinlichkeit des Auftretens solcher Wellenberge erhöhen und diese dadurch noch höher werden.

Analysiert wurde die Wellenhöhenverteilung an sechs Messbojen zwischen 2011 und 2016. Die Häufigkeit von Extremwellen unterschied sich demnach je nach Messstandort. Im Flachwasser vor der Insel Norderney war sie insgesamt am höchsten. Dort könnten nach Einschätzung der Expertinnen und Experten zusätzlich noch sich schnell verändernde Wassertiefen eine Rolle spielen.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Brand in historischer Burg in Thüringen: Tierbisse an Stromkabel mögliche Ursache

Der Brand der mehr als 800 Jahre alten Runneburg in Thüringen ist nach ersten Erkenntnissen womöglich durch Tierbisse an einer Stromleitung verursacht worden. Wie die Polizei in Erfurt am Freitag mitteilte, lokalisierten Brandermittler die wahrscheinliche Ursache in einem ungenutzten Lagerraum. Dort habe es einen technischen Defekt an einer Stromleitung gegeben, die zuvor wohl von einem "Schadnager" angenagt worden sei.

Lange verschollener Hut von Napoleon erstmals öffentlich zu sehen

Ein mehr als hundert Jahre lang verschollener Hut des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte ist ab Juni erstmals öffentlich in Frankreich zu sehen: Der Zweispitz ist das Herzstück einer Ausstellung über Napoleons Schwester Caroline Murat in Chantilly nördlich von Paris. Es handle sich um ein "absolut einmaliges" Stück, schwärmte sein Wiederentdecker Jean-Guillaume Parich vom Pariser Musée de l'Armée am Donnerstag bei der Präsentation des Hutes.

Brand in historischer Runneburg in Thüringen verursacht massiven Schaden

Ein Brand hat die mehr als 800 Jahre alte Runneburg in Thüringen schwer beschädigt. Wie die Polizei in Erfurt mitteilte, brach das Großfeuer am späteren Mittwochabend in der mittelalterlichen Burganlage in der Gemeinde Weißensee aus und verursachte nach ersten Erkenntnissen mutmaßlich erheblichen Sachschaden. Die Löscharbeiten dauerten demnach Stunden. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen offenbar niemand.

In den USA abgebaute und raffinierte Metalle sowie Seltenerdelemente sollen im Rahmen einer historischen Vereinbarung zwischen American Strategic Minerals und Datavault AI tokenisiert werden

Partnerschaft ebnet den Weg für die Einführung einer internationalen Rohstoffbörse auf Basis einer patentierten KI-PlattformDatavault AI und American Strategic Minerals starten mit der Prägung von bis zu 2 Milliarden $ an durch raffiniertes Antimon gedeckten Stablecoins; darauf folgt die strategische Entwicklung zukünftiger Projekte in den Bereichen Silber, Gold und anderen in den USA raffinierten Seltenen Erden, auf die die Unternehmen ihre Expansion ausgerichtet haben

Textgröße ändern: