Deutsche Tageszeitung - Japans Kaiser spricht 80 Jahre nach Kapitulation im Weltkrieg von "tiefer Reue"

Japans Kaiser spricht 80 Jahre nach Kapitulation im Weltkrieg von "tiefer Reue"


Japans Kaiser spricht 80 Jahre nach Kapitulation im Weltkrieg von "tiefer Reue"
Japans Kaiser spricht 80 Jahre nach Kapitulation im Weltkrieg von "tiefer Reue" / Foto: © AFP

Der japanische Kaiser Naruhito hat 80 Jahre nach der Kapitulation seines Landes im Zweiten Weltkrieg seine "tiefe Reue" ausgedrückt. "Wenn ich über unsere Vergangenheit nachdenke und das Gefühl tiefer Reue bedenke, hoffe ich aufrichtig, dass sich die Verwüstungen des Krieges niemals wiederholen werden", sagte Naruhito am Freitag in einer Rede in Tokio. Während seiner Ansprache in einer Halle der Hauptstadt wurde Naruhito von Kaiserin Masako begleitet.

Textgröße ändern:

Mehrere japanische Regierungsmitglieder besuchten unterdessen den umstrittenen Yasukuni-Schrein, der japanischen Kriegstoten gewidmet ist. Ministerpräsident Shigeru Ishiba blieb dem Schrein jedoch fern. Er sandte aber eine Opfergabe dorthin und erklärte, er werde "die schmerzhaften Erinnerungen des Krieges aufrechterhalten".

Unter den Mitgliedern von Ishibas Kabinett, die den Schrein besuchten, war Landwirtschaftsminister Shinjiro Koizumi. Er wird als möglicher künftiger Regierungschef angesehen. Zehntausende Menschen trotzten der großen Hitze und besuchten am Jahrestag der Kapitulation Japans, die zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Asien geführt hatte, den umstrittenen Schrein.

Der Yasukuni-Schrein ist rund 2,5 Millionen japanischen Kriegstoten seit dem 19. Jahrhundert geweiht, darunter auch verurteilten Kriegsverbrechern. Besuche von japanischen Politikern an dem Schrein sorgen regelmäßig für Empörung in China und Südkorea, die im Zweiten Weltkrieg von Japan besetzt worden waren. Der damalige japanische Regierungschef Shinzo Abe hatte den Schrein 2013 als bislang letzter amtierender Ministerpräsident besucht und damit eine diplomatische Krise ausgelöst.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Nach PHP-Sicherheitslücke: Wildberger sieht "neues Zeitalter der Cybersicherheit" 

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat sich für einen stärkeren Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ausgesprochen, um Sicherheitslücken bei Internetseiten zu schließen. "Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitalters der Cybersicherheit", sagte Wildberger dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagsausgabe). KI-basierte Tools könnten dabei helfen, "Schwachstellen schneller und präziser aufzuspüren als je zuvor". Im digitalen Raum gehe es jetzt um Geschwindigkeit, um Sicherheitslücken rechtzeitig zu schließen.

Kehlsteinhaus am Obersalzberg abgebrannt: Verdächtiger festgenommen

Das für Adolf Hitler gebaute Kehlsteinhaus im früheren Nazi-Sperrgebiet Obersalzberg in Berchtesgaden ist niedergebrannt. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Ein 33-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen und soll in einer Psychiatrie untergebracht werden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund des in rund 1800 Metern Höhe liegenden Brandorts und des Wetters als äußerst schwierig, sie dauerten am Samstagnachmittag noch an. Verletzt wurde aber niemand.

HotelKey gibt strategische Veränderungen in der Führungsspitze bekannt, um die globale Präsenz auszubauen und die operative Exzellenz voranzutreiben

Strategische Ernennungen in den Bereichen Finanzen, internationale Geschäftstätigkeit und Marketing bereiten den Marktführer im Bereich Hospitality-Technologie auf seine nächste Phase des weltweiten Wachstums vor.

GA-ASI geht Partnerschaft mit Spirit Defense zur Produktion des FQ-42-CCA ein

SAN DIEGO, KALIFORNIEN / ACCESS Newswire / 23. Oktober 2026 / General Atomics Aeronautical Systems, Inc. (GA-ASI), der weltweit führende Anbieter von unbemannten Flugsystemen (UAS), gibt heute seine Partnerschaft mit Spirit Defense, einem Unternehmen der Boeing Company, bekannt, um die Produktion der Flugzeugzelle des neuen Collaborative Combat Aircraft (CCA) vom Typ FQ-42 Vengeance zu unterstützen. Im Juni erhielt GA-ASI von der U.S. Air Force (USAF) den Auftrag zur Produktion des FQ-42. In seiner Rolle als Partner für die Konstruktion und den Bau des Rumpfs bündelt Spirit Defense seine Kompetenzen in den Bereichen Engineering und fortschrittliche Fertigung, um das Programm vom Entwurf bis zur Produktion zu unterstützen.

Textgröße ändern: