Deutsche Tageszeitung - Forscher: Auswirkungen des Klimawandles in der Antarktis schlimmer als angenommen

Forscher: Auswirkungen des Klimawandles in der Antarktis schlimmer als angenommen


Forscher: Auswirkungen des Klimawandles in der Antarktis schlimmer als angenommen
Forscher: Auswirkungen des Klimawandles in der Antarktis schlimmer als angenommen / Foto: © University of Santiago USACH/AFP

Die Auswirkungen des Klimawandels in der Antarktis sind nach Angaben von Forschern schlimmer als bisher angenommen. Dies könnte zu einem schnelleren Anstieg des Meeresspiegels führen, als zuvor angenommen, warnten die Wissenschaftler in einem am Freitag veröffentlichten Artikel im Fachmagazin "Nature Geoscience". Demnach seien in der Antarktis zunehmend ähnliche Auswirkungen wie in der Arktis zu beobachten.

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"Die Antarktis galt lange Zeit als stabiler als die Arktis. Aber die Situation hat sich verändert", erklärte Ruth Mottram vom Dänischen Wetterinstitut (DMI). "Das Meereis schwindet. Die Temperaturen steigen auch hier an. Die Eisströme beschleunigen sich und das Schmelzwasser dringt in die Spalten der Gletscher ein, die dadurch schneller in den Ozean gleiten", fügte die Forscherin hinzu. Dies sei "alarmierend, denn die Eismassen im Süden haben ein dramatisches Potenzial in Bezug auf den steigenden Meeresspiegel im Norden".

Mottram und sechs weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen in ihrem Artikel von einer "Grönlandisierung der Antarktis". Die Auswertung von Satellitendaten und die Untersuchung von Klimamodellen habe gezeigt, dass die Kryosphäre - die gefrorenen Wassermassen - der Antarktis stärker beeinflusst werde als bisher angenommen, ähnlich wie dies in Grönland der Fall sei.

Sollte die grönländische Eisdecke vollständig abschmelzen, würde der Meeresspiegel nach Angaben des DMI um rund sieben Meter ansteigen. Wenn auch das antarktische Eis komplett schmilzt, könnte der Meeresspiegel demnach um über 50 Meter ansteigen.

(P.Hansen--DTZ)

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