Deutsche Tageszeitung - China verschärft Kontrollen zum Export von Technologien für Seltene Erden

China verschärft Kontrollen zum Export von Technologien für Seltene Erden


China verschärft Kontrollen zum Export von Technologien für Seltene Erden
China verschärft Kontrollen zum Export von Technologien für Seltene Erden / Foto: © AFP/Archiv

China will ab sofort den Export von Technologien im Zusammenhang mit Seltenen Erden strenger kontrollieren. Fortan sei eine Genehmigung für den Export von Technologien zum Abbau und zur Verarbeitung von Seltenen Erden nötig, erklärte das chinesische Handelsministerium am Donnerstag. Die neue Regelung, die umgehend in Kraft tritt, betreffe auch Technologien zur "Montage, Einstellung, Wartung, Reparatur und Aufrüstung" von Produktionslinien.

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Für ausländische Firmen, die aus seltenen Erden hergestellte Produkte oder chinesische Technologien im Zusammenhang mit seltenen Erden exportierten, würden zusätzliche Beschränkungen gelten, erklärte das Ministerium in einer separaten Mitteilung. Diese Unternehmen benötigen demnach fortan eine Genehmigung durch die Behörden.

Bestimmte ausländische Organisationen hätten "Produkte aus Seltenen Erden chinesischer Herkunft" zur "direkten oder indirekten Verwendung in sensiblen Bereichen wie dem Militär" geliefert, hieß es aus dem Ministerium in Peking zur Begründung. Dies habe "die nationale Sicherheit und die Interessen Chinas schwer beeinträchtigt oder potenziell gefährdet" und "negative Auswirkungen auf den internationalen Frieden und die internationale Stabilität".

Seltene Erden sind ein zentrales Thema im Handelskonflikt zwischen Peking und Washington. Die Metalle sind essenziell für eine Reihe von Zukunftstechnologien wie Windanlagen und Batterien für E-Autos.

China ist ein wichtiger Produzent der Rohmaterialien und außerdem bei weitem Marktführer bei der Weiterverarbeitung Seltener Erden. Für viele Technologien gelten bereits Exportbeschränkungen. In diesem Jahr von Peking eingeführte Beschränkungen hatten eine spürbare Beeinträchtigungen der Industrie in vielen Ländern zur Folge.

China hatte in den vergangenen Jahren massiv in Technologien zur Verarbeitung Seltener Erden investiert und auch mehrere Patente angemeldet, was für Unternehmen in anderen Ländern ein Hindernis beim Aufbau eigener Verarbeitungskapazitäten darstellt. Viele in anderen Ländern geförderte Rohmaterialien werden daher zur Verarbeitung nach China zu verschiffen.

Die United States Geological Survey schätzte 2024 die weltweiten Vorkommen Seltener Erden auf 110 Millionen Tonnen. 44 Millionen Tonnen davon befinden sich demnach in China, weitere 22 Millionen Tonnen in Brasilien und 21 Millionen in Vietnam. Russland hat nach den Schätzungen der US-Behörde Vorkommen von über zehn Millionen Tonnen und Indien sieben Millionen Tonnen.

(L.Svenson--DTZ)

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