Deutsche Tageszeitung - Umweltaktivistin "Ella" nach rund anderthalb Jahren aus Haft entlassen

Umweltaktivistin "Ella" nach rund anderthalb Jahren aus Haft entlassen


Umweltaktivistin "Ella" nach rund anderthalb Jahren aus Haft entlassen
Umweltaktivistin "Ella" nach rund anderthalb Jahren aus Haft entlassen / Foto: © AFP/Archiv

Die Umweltaktivistin "Ella", die im Zuge der Proteste gegen den umstrittenen Ausbau der Autobahn A49 im hessischen Dannenröder Forst laut einem Urteil Polizisten angriff, ist nach rund anderthalb Jahren aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Haftbefehl wurde aufgehoben, weil die Frau ihre Identität preisgab, sagte ein Sprecher des Landgerichts Gießen am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

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Die unter dem Pseudonym "Ella" bekannt gewordene Frau wurde bei der Räumung des Protestcamps im Dannenröder Forst im Herbst 2020 festgenommen. Seitdem hielt sie ihre Identität geheim. Das Gießener Landgericht hatte sie in zweiter Instanz im April zu einer Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Es zeigte sich überzeugt davon, dass sie einem SEK-Beamten gezielt an den Kopf getreten hatte. Einen weiteren Polizisten stieß sie demnach mit dem Knie.

Die Aktivistin hatte sich damals in etwa 15 Metern Höhe angeseilt, um die Räumung der Baumhaussiedlung im "Camp Nirgendwo" zu verhindern. Im Dannenröder Forst hatten Umweltschützer mehr als ein Jahr lang gegen den Ausbau der Autobahn 49 zwischen Gießen und Kassel demonstriert, weil die Straße durch das Waldgebiet führen soll.

Zuvor wurde sie vom Amtsgericht Alsfeld zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt, wogegen sie in Berufung ging. Auch gegen das Urteil des Landgerichts legte "Ella" Rechtsmittel ein.

(V.Varonivska--DTZ)

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