Deutsche Tageszeitung - USA wollen Abfackeln überschüssiger Gasmengen einschränken

USA wollen Abfackeln überschüssiger Gasmengen einschränken


USA wollen Abfackeln überschüssiger Gasmengen einschränken
USA wollen Abfackeln überschüssiger Gasmengen einschränken / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

In den USA sollen überschüssige Gasmengen künftig nicht mehr einfach abgefackelt oder ausgestoßen werden. Das Landverwaltungsamt (Bureau of Land Management - BLM), das in den USA die Förderlizenzen für Öl und Gas vergibt, kündigte am Mittwoch eine Gesetzesänderung an, um Unternehmen für den verschwenderischen Umgang mit den fossilen Brennstoffen zu ahnden. Die Behörde verwies auf den Klimaschutz und Vorteile für Verbraucher.

Textgröße ändern:

"Jahrzehntelang hat Erdgas, das durch Abgasen und Abfackeln auf öffentlichem Grund verloren ging, unsere Atmosphäre geschädigt und Steuergelder verschwendet", erklärte US-Innenministerin Deb Haaland im Kurznachrichtendienst X. Dem Ministerium ist das BLM unterstellt. Die Reform der 40 Jahre alten bisherigen Regeln für Öl- und Gasförderer sei "eine Klimamaßnahme des gesunden Menschenverstands, auf die wir alle stolz sein können".

Nach Angaben des BLM hat sich die Zahl der Abgasungen und Abfackelungen - Praktiken, bei denen überschüssiges Erdgas freigesetzt oder verbrannt wird - seit den 1980er Jahren parallel zum Anstieg der Energieproduktion mehr als verdoppelt. Nach den neuen Vorschriften müssen Öl- und Gasunternehmen diese "verschwenderischen" Praktiken vermeiden. Das eingesparte Gas komme den US-Haushalten und der Industrie zugute. Die Behörde erwartet 50 Millionen Dollar Mehreinnahmen aus Gaslizenzen.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Grüne fordern Hitzegipfel der Regierung und klarere Zuständigkeiten

Die Grünen pochen angesichts von Dürre und Niedrigwasser auf einen Hitzegipfel der Bundesregierung mit weiteren wichtigen Akteuren. "Die entscheidende Frage ist nicht, ob wir handeln müssen, sondern wer ist dafür verantwortlich, etwas zu tun", sagte die Grünen-Umweltpolitikerin Julia Schneider am Donnerstag in Berlin. Derzeit habe Deutschland "beim Hitzeschutz ein Zuständigkeitsproblem".

Niedrigwasser: Binnenschiffer fordern Geld für neue Schiffe und tiefere Fahrrinnen

Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Auswirkungen des Niedrigwassers in den Flüssen fordern die deutsche Binnenschiffer von der Politik Unterstützung. Die Förderung von niedrigwasseroptimierten Schiffen müsse fortgesetzt und der Ausbau der Fahrrinnen des Rheins vorangetrieben werden, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Binnenschifffahrt, Jens Schwanen, der "Rheinischen Post" von Donnerstag. Auch müsse das Wasser im Rhein stärker gestaut werden können. Klimaschützer forderten hingegen einen größeren Fokus auf die ökologische Bedeutung des Flusses.

Studie: Mehrheit in Deutschland ist weiter für konsequenten Klimaschutz

Eine Mehrheit der Deutschen fordert weiterhin größere staatliche Anstrengungen beim Klimaschutz und ein Vorantreiben der Energie-, Verkehrs- und Wärmewende. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Sozialen Nachhaltigkeitsbarometer der Transformation der Bertelsmann-Stiftung hervor. Demnach ist die Zustimmung zu verstärktem Klimaschutz etwas geringer als bei früheren Befragungen, es gebe dafür aber weiter "ein breites gesellschaftliches Mandat".

Niedersachsen: Feuerwehr rettet entkräftetes Reh aus Pool

Einsatzkräfte der Feuerwehr haben im niedersächsischen Celle ein Reh aus einem Pool gerettet. Das Tier schaffte es am Samstagmorgen nicht aus eigener Kraft aus dem Wasserbecken, wie die Freiwillige Feuerwehr Celle am Montagabend berichtete.

Textgröße ändern: