Deutsche Tageszeitung - Gericht: Strafprozess gegen Ex-VW-Chef Winterkorn nach Unfall ausgesetzt

Gericht: Strafprozess gegen Ex-VW-Chef Winterkorn nach Unfall ausgesetzt


Gericht: Strafprozess gegen Ex-VW-Chef Winterkorn nach Unfall ausgesetzt
Gericht: Strafprozess gegen Ex-VW-Chef Winterkorn nach Unfall ausgesetzt / Foto: © AFP/Archiv

Der Strafprozess gegen den frühen VW-Chef Martin Winterkorn wegen des Dieselabgasskandals kann aus gesundheitlichen Gründen zunächst nicht fortgesetzt werden. Die für Mittwoch und Donnerstag geplanten Verhandlungstermine seien nach einem Unfall des 77-Jährigen aufgehoben worden, erklärte das Landgericht Braunschweig am Montag. In den kommenden Wochen solle mitgeteilt werden, "ob die gesundheitlichen Gründe einer Fortsetzung der Verhandlung entgegenstehen".

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Der Mitteilung zufolge wurde das Gericht informiert, dass Winterkorn sich nach einem "Unfall im häuslichen Umfeld" in stationärer Behandlungen befinde. "Erklärungen zu Einzelheiten des Gesundheitszustands des Angeklagten" würden nicht erfolgen, hieß es weiter.

Der Prozess gegen Winterkorn im Dieselskandal hatte Anfang September begonnen. Dem damaligen Volkswagen-Chef werden im Zusammenhang mit dem Skandal gewerbs- und bandenmäßiger Betrug, uneidliche Falschaussage sowie Marktmanipulation vorgeworfen.

Winterkorn war von 2007 bis 2015 VW-Chef und trat im Zuge des Abgasskandals zurück. Das Unternehmen musste damals nach Ermittlungen von US-Behörden einräumen, in Millionen Dieselfahrzeugen weltweit eine illegale Abschalteinrichtung eingebaut zu haben. So wurden die Grenzwerte für Stickoxid auf dem Prüfstand eingehalten, nicht aber im realen Betrieb auf der Straße. Die Fahrzeuge hätten nicht zugelassen werden dürfen.

Winterkorn drohen bei einem Schuldspruch mehrere Jahre Haft. Er streitet jedoch ab, vor dem öffentlichen Bekanntwerden vom Einsatz der Betrugssoftware gewusst zu haben.

(V.Sørensen--DTZ)

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