Deutsche Tageszeitung - Igel-Schutz: Städtetag fordert bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter

Igel-Schutz: Städtetag fordert bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter


Igel-Schutz: Städtetag fordert bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter
Igel-Schutz: Städtetag fordert bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter / Foto: © AFP/Archiv

Der Deutsche Städtetag hat zum Schutz von Igeln und anderen Kleintieren ein Nachtfahrtverbot für Mähroboter gefordert. "Gerade in den Abendstunden sind in den Gärten viele Tiere aktiv", sagte die Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeisterin von Lüneburg, Claudia Kalisch, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). Ein bundesweites Nachtfahrverbot sei deshalb "konsequenter Schutz".

Textgröße ändern:

Die Tiere seien auf diese Grünflächen im unmittelbaren Wohnumfeld angewiesen, erklärte Kalisch. Städte seien inzwischen Ersatzlebensräume für viele Tiere, da Lebensräume in der freien Natur verloren gingen.

Kalisch sieht auch die Hersteller der Geräte in der Pflicht. Der Städtetag appelliere an die Hersteller, "Lösungen zu finden, damit Kleintiere durch Mähroboter nicht weiter gefährdet werden". Auch Bürgerinnen und Bürger könnten aktiv am Schutz der Kleintiere mitarbeiten, indem sie ihre Geräte so einstellen, dass sie nicht nachts fahren. "Das ist ein wichtiger Baustein, um die Tiere zu schützen und die Lebensqualität in der Stadt durch Artenvielfalt zu bereichern."

Gerade Igel seien durch Mähroboter besonders gefährdet, weil sie sich bei Gefahr instinktiv zusammenrollen anstatt zu fliehen, erklärte Kalisch.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Wal vor der Ostseeküste lebt noch - Rettung aber sehr unwahrscheinlich

Der vor der Ostseeküste gestrandete Buckelwal lebt noch, eine Rettung gilt jedoch als zunehmend unwahrscheinlich. Einen Bergungsversuch mit schweren Geräten würde das Tier wohl nicht überleben, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Montag. "Derzeit gibt es keinen Wissenschaftler oder Veterinär, der uns zu solch einem Vorgehen rät, da das Tier beim Versuch, es lebend zu retten, schweren Qualen ausgesetzt würde."

Gestrandeter Wal in der Ostsee würde Bergungsversuch wohl nicht überleben

Einen Bergungsversuch mit schweren Geräten würde der vor der Ostseeküste liegende Wal wohl nicht überleben. "Derzeit gibt es keinen Wissenschaftler oder Veterinär, der uns zu solch einem Vorgehen rät, da das Tier beim Versuch, es lebend zu retten, schweren Qualen ausgesetzt würde", erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Montag. Am Sonntag hatte Backhaus noch in Erwägung gezogen, den Wal mit einem Katamaran oder anderem Gerät lebend zu transportieren.

Vor Ostseeküste liegender Wal: Wasserproben sollen Aufschluss über Zustand geben

In der Nähe des vor der Ostseeküste im Sterben liegenden Buckelwals sollen am Sonntag Wasserproben genommen werden, um den Zustand des Tiers einschätzen zu können. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) wird sich nach Angaben seines Ministeriums am Nachmittag auf der Insel Poel nördlich von Wismar über die aktuelle Lage informieren. Er habe angewiesen, "das Wasser vor Ort auf seinen Salzgehalt zu überprüfen", erklärte Backhaus.

SPD kritisiert "immer neue Forderungen" der Union zum Verbrenner-Aus

Die SPD hat der Union eine Blockade beim sogenannten Verbrenner-Aus vorgeworfen. "Es schadet dem Wirtschaftsstandort, dass die CDU, immerhin Kanzlerpartei, mit immer neuen Forderungen um die Ecke kommt", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Roloff, dem Nachrichtenportal web.de am Freitag. "Was wir brauchen, ist Planungssicherheit und volle Konzentration auf die Antriebswende", sagte Roloff.

Textgröße ändern: