Deutsche Tageszeitung - Trump-Regierung will Abgasnormen für Lastwagen aufweichen

Trump-Regierung will Abgasnormen für Lastwagen aufweichen


Trump-Regierung will Abgasnormen für Lastwagen aufweichen
Trump-Regierung will Abgasnormen für Lastwagen aufweichen / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Neuer Rückschlag für den Umweltschutz in den USA: Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will Abgasnormen für Lastwagen aufweichen, die unter seinem demokratischen Vorgänger Joe Biden beschlossen worden waren. Dies kündigte am Donnerstag der Chef der Umweltschutzbehörde EPA, Lee Zeldin, vor Journalisten an. Die von der Vorgängerregierung beschlossenen Vorschriften bedeuteten eine "Kostenexplosion" für Lkw-Hersteller und Spediteure, sagte er zur Begründung.

Textgröße ändern:

Die betreffende Verordnung war 2023 verabschiedet worden. Sie zielte darauf ab, die Stickoxid-Emissionen aus Lkw-Auspuffen ab dem Modelljahr 2027 zu reduzieren. Stickoxide tragen zur Bildung von Smog in Städten bei, der unter anderem Atemwegs- und Herzerkrankungen auslösen kann.

Nun will die Trump-Regierung die Verordnung aufweichen. Vor allem sollen nach Angaben Zeldins die Garantie-Anforderungen an die Lkw-Hersteller beim Abgas-Ausstoß gelockert werden. Damit die Pläne der Regierung umgesetzt werden können, ist allerdings zunächst noch eine öffentliche Konsultation mit Experten notwendig.

US-Präsident Trump hat seit seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus mehrere Maßnahmen zur Förderung der fossilen Energie ergriffen und Umweltvorschriften massiv gelockert. Er bezeichnet Vorschriften zum Klimaschutz immer wieder als kostspieligen "Betrug". Im Februar erklärte der US-Präsident die sogenannte Gefährdungsfeststellung für ungültig, derzufolge Treibhausgase gesundheitsschädlich sind.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Polizei: Sechster Castortransport durch Nordrhein-Westfalen ohne Zwischenfälle

Ein sechster Castortransport durch Nordrhein-Westfalen von Jülich bei Aachen nach Ahaus im Münsterland ist nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle verlaufen. Der von Einsatzkräften der Polizei zum Schutz der Atommüllbehälter abgesicherte Konvoi erreichte in der Nacht zum Donnerstag das Brennelementezwischenlager Ahaus, wie die Polizei in Münster mitteilte.

Industrieemissionen 2025 vor allem wegen schwacher Wirtschaft gesunken

Die Emissionen von Industrie- und Energieanlagen in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent gesunken. "Dieser Rückgang ist wesentlich auf die weiterhin schwache wirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen", schränkte das Umweltbundesamt (UBA) in seinem Jahresbericht zum Europäischen Emissionshandel (ETS) ein. Zudem war der Rückgang der Emissionen im Vorjahr mit 5,5 Prozent deutlich stärker ausgefallen.

EU-Greenwashing-Verbot: Handelsverband fordert Übergangsfristen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat vor negativen Auswirkungen durch die EU-Regeln zum Schutz vor Greenwashing gewarnt, die in Deutschland ab Ende September gelten. Es drohe "die Vernichtung von Waren und Verpackungen in großem, kaum absehbarem Umfang", erklärte der HDE am Dienstag in Berlin. Die EU-Kommission müsse daher "praktikable Übergangs- und Abverkaufsfristen" ermöglichen, forderte der Verband.

Studie: Beseitigung von Ewigkeitschemikalien in Europa teuer und fast wirkungslos

Sogenannte Ewigkeitschemikalien sind laut einer Studie trotz aller Bemühungen kaum aus der Umwelt in Europa zu entfernen. Zudem kosteten die Maßnahmen jährlich mehr als hundert Milliarden Euro, heißt es in der Studie, die am Montag in der Fachzeitschrift "Environmental Science: Processes & Impacts" veröffentlicht wurde. Besser sei es daher, die Stoffe der PFAS-Gruppe gar nicht erst zu verwenden oder ihre Freisetzung an der Quelle zu unterbinden.

Textgröße ändern: